Heute wird in Windisch die familienergänzende Kinderbetreuung im Vorschulalter sowie im Schulalter angeboten. Die vier Kindertagesstätten verfügen über 92 Betreuungsplätze. Der Mittagstisch für die Schüler wurde 2001 eingeführt, die Blockzeiten folgten auf das Schuljahr 2011/12. Das Angebot komplettiert hat schliesslich die Randstundenbetreuung. Sowohl für diese als auch den Mittagstisch und die Kindertagesstätten – für Kinder im Vorschulalter – gewährt die Gemeinde Vergünstigungen.

Bei einer Bedarfsumfrage des Gemeinderats sind Fragebogen an 71 Haushaltungen mit Kindern und Jugendlichen im Volksschulalter verschickt worden. Der «sehr gute» Rücklauf von 58 Prozent erlaubt laut Behörde verlässliche Kernaussagen. Konkret: Rund 77 Prozent, hat sich gezeigt, haben Bedarf an schulergänzender Kinderbetreuung. Spitzenreiter ist der Mittagstisch mit 55 Prozent. Eine Ausweitung gewünscht wird insbesondere im Bereich der Randstundenbetreuung am Nachmittag.

Vorgesehen ist, das Angebot der familienergänzenden Kinderbetreuung neu am Morgen bereits um 6.30 Uhr zu beginnen und am Nachmittag bis 18 Uhr auszubauen. Zurzeit findet die Tagesbetreuung von 7.30 bis 13.30 Uhr statt. «Die Angebote sollen an den bereits bestehenden Standorten erweitert werden, um die Wege von der Schule zur Tagesbetreuung möglichst kurz zu halten», hält der Gemeinderat in seiner Botschaft fest.

Geführt werden soll das neue Angebot – inklusive Mittagstisch – von einem Drittanbieter, fügt der Gemeinderat an. Denn der vorgesehene Ausbau der Tagesstrukturen würde die Verwaltungsabteilungen deutlich mehr belasten als bisher.

Für die zukünftigen Vergünstigungen der Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung legt der Gemeinderat Normtarife für Vorschul- sowie Primarschulkinder fest. Als Obergrenze vorgesehen ist ein Einkommen von 90 000 Franken. «Darunter werden die Tarife gemäss der im Reglement vorgesehenen Berechnungen vergünstigt», so die Behörde. Massgebend sei das steuerbare Einkommen. «Von den Vergünstigungen sollen vor allem die unteren und mittleren Einkommen profitieren», fährt der Gemeinderat fort. «Sie zielen auf eine soziale Durchmischung der betreuten Kinder.» Die neuen Angebote führen für die Gemeinde voraussichtlich zu Mehrkosten von rund 46 000 Franken.

Einwohnerrat Mittwoch, 25. Oktober und Mittwoch, 1. November, jeweils 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.