Einwohnerrat Brugg
«Nicht mehr angemessen»: Das Stadion Au soll bis April 2023 ein neues Gesicht bekommen – und so einiges zusätzlich

Am 22. Oktober bespricht der Einwohnerrat Brugg die von Miro Barp (SVP) eingereichte Motion zur Neugestaltung des Sportanlageneingangs. Im Projekt spiegeln sich Bedürfnisse der Vereine wider.

Maja Reznicek
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Mit dem Bauprojekt soll die Stadt Brugg zu einer «gesamthaft modernen und angemessenen Sportanlage» kommen.

Mit dem Bauprojekt soll die Stadt Brugg zu einer «gesamthaft modernen und angemessenen Sportanlage» kommen.

Visualisierung: Bericht Stadtrat (4. Oktober 2021)

Im Prinzip sei die Anlage des Stadions Au funktionstüchtig und befinde sich in einem guten Zustand. Im Widerspruch dazu zeige sich jedoch der Zugangsbereich. Der Stadtrat schliesst im aktuellen Bericht:

«Er weist funktionale, bauliche und gestalterische Defizite auf und ist insgesamt veraltet und für einen zeitgemässen Auftritt der Stadt Brugg nicht mehr angemessen.»

Betroffen seien etwa Ticketverkauf, Garagenlager, Vergitterungen sowie WC-Anlagen. Zudem fehlen momentan eine zeitgemässe und den Hygieneanforderungen entsprechende Restauration sowie den heutigen Anforderungen genügende Büroräumlichkeiten für den Anlagenwart.

Die aktuelle Eingangssituation beim Stadion Au ist laut Stadtrat nicht mehr zeitgemäss.

Die aktuelle Eingangssituation beim Stadion Au ist laut Stadtrat nicht mehr zeitgemäss.

Bild: Bericht Stadtrat

In Gesprächen mit dem FC Brugg (Fussball), TC Brugg (Tennis), LAR Windisch (Leichtathletikverein), LSG Brugg (Laufsportgruppe) und dem SC Baden-Brugg (Schwingen) hat sich laut Stadtrat ergeben, dass die fünf Vereine grosses Interesse an neuen Räumlichkeiten hegen. Im Bericht heisst es: «Bedarf besteht für einen Mehrzweck-/Versammlungsraum, einen Gastrobereich mit Küche und Terrasse sowie für einen Fitnessraum.»

Sitzplätze für 100 Personen soll es im Gastrobereich geben

Das durch die Motion von Einwohnerrat Miro Barp (SVP) angestossene Projekt soll bis April 2023 realisiert werden. Gemäss der Planung wird der Stadioneingang zukünftig durch ein Gebäudeensemble, bestehend aus zwei zweigeschossigen Baukörpern, formuliert. Das aktuelle Klubgebäude des FC Brugg erhält eine Aufstockung durch ein neues Obergeschoss.

Dieses beherberge dann Mehrzweckraum (ergänzt durch eine Aussenterrasse mit Blick aufs Stadion), das Büro des Anlagenwarts und WCs. Die Exekutive ergänzt: «Um allen Nutzenden gleichermassen einen Zutritt in das Obergeschoss zu ermöglichen, ist eine direkt von aussen zugängliche Treppe geplant.»

Im Erdgeschoss des zweigeschossigen Neubaus wird der Restaurant-/Gastrobereich mit Küche platziert. Dieser umfasse 40 flexible Sitzplätze im Innen- und 60 gedeckte Sitzplätze im Aussenraum. Einen Stock höher sollen das Speaker- sowie Wettkampfbüro, Physio-, Sanitäts- und ein Kraft-/Fitnessraum entstehen. Abschliessend heisst es:

«Unter der zwischen den beiden Gebäuden gespannten Dachfläche befindet sich die Kasse mit Ticketkontrolle. Dieser gedeckte Bereich erfüllt auch die Funktion einer Wartezone.»
Die mögliche, neue Ansicht des Neubaus bzw. der Aufstockung von der Sportplatz-Seite.

Die mögliche, neue Ansicht des Neubaus bzw. der Aufstockung von der Sportplatz-Seite.

Visualisierung: Bericht Stadtrat (4. Oktober 2021)

Insgesamt entstehen Baukosten von knapp 1,9 Mio. Franken

Neben Neubau und Aufstockung sind ergänzende Massnahmen angedacht. Die veralteten WCs im Gebäudebestand der Tribünen-/Kabinenanlage werden erneuert und für die Nutzung einer grösseren Personenanzahl ausgelegt. Ausserdem erfolgt eine Neuplatzierung der drei bestehenden Fertiggaragen sowie die Installation eines überdachten Veloständers.

Zusätzlich könne zur Neugestaltung des Vorplatzes vom heutigen Gelände der Armbrustschützen ein etwa drei Meter breiter Flächenstreifen hinzugenommen werden.

Rund 3000 Personen fasst das Stadion Au.

Rund 3000 Personen fasst das Stadion Au.

Janine Müller (27. April 2020)

Der Stadtrat schreibt:

«Die zusätzlich gewonnene Fläche wird begrünt und erhält neue Sitzgelegenheiten.»

Für das gesamte Bauprojekt entstehen Kosten von 1,865 Mio. Franken. Laut Bericht wird davon ausgegangen, dass der bauliche Unterhalt danach jährlich 28'000 Franken (1,5 Prozent der Investitionssumme) beträgt. Dazu kommen die Kosten von 3000 Franken pro Jahr für den Einsatz einer externen Reinigungskraft.

Für die Vermietung des Fitnessraums beziehungsweise aus der Gebührenerhebung für Mehrzweckraum sowie Restauration rechnet die Stadt Brugg dahingegen mit jährlichen Einnahmen von 20'000 bis 30'000 Franken. Zudem könne man einen Unterstützungsbeitrag von 110'000 Franken aus dem Swisslos-Sportfonds erhalten. Laut Fahrplan soll der Baustart im Juni 2022 erfolgen.

Einwohnerrat: 22. Oktober, 19 Uhr, Campussaal Brugg-Windisch.

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