Der 54-Jährige lebt seit 1986 in Madrid. Geboren in Brugg, wächst er im Kindesalter in Regensdorf und Würenlos auf. Als Jugendlicher absolviert er eine Kochlehre. «Meine Familie wollte, wie das früher so üblich war, dass ich zuerst etwas Seriöses mache», erinnert sich Argenta. Eines Tages sieht er aber ein Theater in der Schule und weiss: «So etwas will ich auch machen.»

Argenta hat viel Erfahrung

Bei Susana und Antonio Robledo lernt er in Zürich, nach der Kochlehre, zunächst das Grundgerüst des spanischen Tanzes. «Sie waren wie eine Mutter und ein Vater für mich. Ich verdanke ihnen viel.» Als der Aargauer dann ein Stipendium bekommt, um eine Tanzausbildung in Spanien zu starten, setzt er voll auf den Tanz.

Sein Bühnendebüt gibt er im Teatro Monumental in Madrid. Danach geht seine Karriere steil aufwärts. Er gewinnt 1992 den Preis in einem spanischen «Tanz und Flamenco»-Contest und einen Award für eine eigene Tanz-Choreografie. In seiner Laufbahn arbeitet er mit unzähligen Tanz-Grössen zusammen und wirkt unter anderem auch bei «Flamencos en route» als Choreograf und Tänzer mit.

Der Kontrast macht es einzigartig

Beim Auftritt in Neuenburg wird er zusammen mit Natalia Férrandiz auf der Bühne sein. 2006 gründete er mit ihr auch das gemeinsame Tanzzentrum «danZarte» in Madrid. Es spezialisiert sich auf den spanischen Tanz; insbesondere Flamenco, aber auch Ballett.

Am 30. und 31. März tanzen die beiden im bekannten Centre Dürrenmatt. Der Schweizer und seine andalusische Bühnenpartnerin vermischen geschickt ihre kulturellen Wurzeln. Diese Fusion eröffnet ihnen neue Wege und garantiert eine fantastische Show.

Gemeinsam wollen sie das Schweizer Publikum in Neuenburg verzaubern. Ihr Auftritt besticht mit einer Kombination aus Tanz, Musik, Text und Gesang. Eine Sängerin und ein Theaterschauspieler werden ebenfalls mit ihnen auf der Bühne sein.

«Wir wollen den Kontrast zwischen Flamenco und Dürrenmatt künstlerisch darstellen. Die Inspiration kam, als ich ‹Minotaurus: Eine Ballade› gelesen habe und die verrückte Idee hatte, Literatur mit Flamenco zu verbinden», sagt Argenta. Da es kein fröhliches Werk ist, wird der Flamenco dieses Mal relativ atypisch sein. «Wir werden keinen traditionellen Flamenco tanzen.»

Seine Bühnenpartnerin kennt er aus den Tanzworkshops in Madrid. Die langjährige Bühnenpartnerschaft sei sehr gut zu erkennen, betont Argenta. Die Chemie zwischen den beiden soll das Publikum nun ein weiteres Mal überzeugen - natürlich auch den Ehrengast: die spanische Botschafterin.