Habsburg
Eine Zeichnung reist von Habsburg nach Tokio

Eine Schülerin der Gesamtschule siegte bei einem nationalem Zeichnungswettbewerb. Jetzt gehts international weiter.

Elisabeth Feller
Merken
Drucken
Teilen
Alina Dubied (Mitte) hat zwar beim Zeichnungswettbewerb gewonnen, doch es freuen sich alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Habsburg darüber – inklusive Hauptlehrerin Sabine vos de Mooij und Schulhund Fuchur.

Alina Dubied (Mitte) hat zwar beim Zeichnungswettbewerb gewonnen, doch es freuen sich alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Habsburg darüber – inklusive Hauptlehrerin Sabine vos de Mooij und Schulhund Fuchur.

Elisabeth Feller

Als die Nachricht kam, wollte das keiner glauben an der Gesamtschule Habsburg. Aber dann rieben sich Hauptlehrerin Sabine vos de Mooij und Schulpflegepräsidentin Sabine Ulmer erneut die Augen: Im Brief der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) stand tatsächlich: «Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Frau vos de Mooij, Wir freuen uns Euch mitzuteilen, dass Ihr den folgenden Preis gewonnen habt: 1. Rang - Nationaler Preis SQS geht an Alina Dubied. Ihre Klasse hat 1250 Franken gewonnen.»

«Es ist nicht der Betrag, der uns umgehauen hat», sagt Sabine vos de Mooij, «sondern der Umstand, dass wir gewonnen haben.» Erstmals. Dabei hat die Gesamtschule mit ihren
12 Schülerinnen und Schülern bereits dreimal beim SQS-Wettbewerb mitgemacht und auch schon Reka-Cheques bekommen, aber gesiegt . . . «das ist für uns ein neues Gefühl».

Es geht stets um Umweltthemen

Immerhin haben 3300 Schülerinnen und Schüler beim achten Nationalen Umwelt-Zeichnungswettbewerb der SQS teilgenommen: Diese ist die führende Schweizer Organisation für Zertifizierungs- und Bewertungsdienstleistungen. «Es geht stets um Umweltthemen», unterstreicht Sabine Ulmer und verweist auf das diesjährige Thema «Lebensmittel - Früchte der Erde». In der Wettbewerbs-Ausschreibung hiess es: «In der Schweiz haben wir eine engagierte Landwirtschaft und verfügen über eine grosse Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln wie zum Beispiel Salat, Fleisch, Kartoffeln, Brot und Äpfel. Während wir mehrheitlich im Überfluss leben und Esswaren sogar wegwerfen, gibt es Menschen, die an Hunger leiden.

Beim Anbau von Getreide, Gemüse und Früchten übernutzen unvorsichtige Landwirtinnen und Landwirte teils ihre Böden oder verschmutzen die Umwelt. Und um unsere Nachfrage nach Fleisch, Milch und Eiern zu decken, kann es vorkommen, dass Tiere schlecht behandelt werden. Deswegen ist es wichtig, dass wir wissen, was wir essen und Sorge tragen zu unserer Lebensgrundlage: den Böden und der Natur.» Nationale Preise gab es in den Kategorien 1.-3. Klasse (Siegerin Alina Dubied, Habsburg); 4.-6. Klasse und 7.-9. Klasse. «Der Geldbetrag soll für eine Schulreise, ein Projekt oder eine Aktivität verwendet werden, die ein Umweltthema zum Inhalt hat», fordert die SQS auf. Wie die Gesamtschule Habsburg den Betrag verwenden wird, steht derzeit noch nicht fest.

Mit dem Preis allein ist der Wettbewerb nicht abgehakt. Am 30. Juni gibt es für die Gewinner ein Fest in Bern. Auch damit ist nicht alles zu Ende. Danach werden alle Zeichnungen, darunter Alinas Werk, nach Tokio reisen, wo der internationale Zeichnungswettbewerb stattfindet. Wer macht das Rennen? Das wissen die Habsburger erst im August. Bis dahin müssen sie ihre Ungeduld bezähmen. Einer hilft den Schülerinnen und Schülern dabei: Fuchur. Der liebenswerte, gutmütige Hund nimmt in der Schule die Funktion jenes Glücksdrachens ein, den Michael Ende in seinem Buch «Die unendliche Geschichte» so wunderbar geschildert hat.