Brugg

Eine umfassende Sanierung drängt sich auf: Das Stapferhüsli soll für 535'000 Franken erneuert werden

Das unter Denkmalschutz stehende Abwartshaus Stapfer in Brugg soll bald einmal saniert werden.

Das unter Denkmalschutz stehende Abwartshaus Stapfer in Brugg soll bald einmal saniert werden.

Ende der nächsten Woche entscheidet der Einwohnerrat über einen Baukredit von 535000 Franken für die Massnahmen am unter Denkmalschutz stehenden Abwartshaus Stapfer. Zur Diskussion stand das Vorhaben bereits im vergangenen Jahr. Damals wurde es zurückgewiesen.

Nach der Sanierung und Erweiterung des altehrwürdigen Schulhauses Stapfer in Brugg – abgeschlossen worden sind die Tätigkeiten im Sommer 2018 – soll auch das ehemalige Abwartshaus innen und aussen erneuert werden. An seiner Sitzung am 19. Juni entscheidet der Einwohnerrat über den Baukredit von 535000 Franken.

Zur Diskussion stand das Vorhaben bereits Anfang April des vergangenen Jahres. Damals wurde es zurückgewiesen: Eine Mehrheit des Stadtparlaments erachtete den Projektierungskredit von 55000 Franken sowie die – grob – geschätzten Investitionskosten von 500000 Franken als zu hoch. Der Stadtrat liess den Sanierungsumfang und Kosten daraufhin überprüfen und genauer eingrenzen. Das Gebäude, das auch als Stapfer­hüsli bezeichnet wird, steht unter kantonalem Denkmalschutz.

Die Schule nutzt das Gebäude für die Logopädie

In den letzten 70 Jahren wurden laut Stadtrat an der Liegenschaft keine grösseren Sanierungen durchgeführt. Dach, Fenster, Fassade, Werkleitungen, haustechnische Installationen sowie Umgebung seien am Ende ihrer Lebensdauer angekommen, die Energieeffizienz entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. Kurz: Eine umfassende, nachhaltige Gebäudesanierung dränge sich auf.

Genutzt wird das Abwartshaus Stapfer derzeit von der Schule Brugg für die Logopädie, für die Schulsozialarbeit der Primarschule Zentrum sowie für die Leitung der Tagesstrukturen «Tagesstern». Die Geschossfläche beträgt 242 Quadratmeter, das Gebäudevolumen 760 Kubikmeter.

Die Hauptarbeiten sind im Sommer 2021 geplant

Eine Innensanierung mit natürlichen Materialien und frischen Oberflächen sowie eine Erneuerung der bautechnischen Anlagen sei ein Gewinn für Schüler und Lehrpersonen, ist der Stadtrat überzeugt. Durch die Sanierung der Gebäudehülle könne zudem der sommerliche und winterliche Wärmeschutz verbessert werden. Ein Teil der Aussenanlage ist für eine Bewirtschaftung als Schulgarten vorgesehen.

Um den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören oder einzuschränken, ist die Ausführung der Hauptarbeiten in den Sommerferien 2021 geplant, der Projektabschluss Ende 2021. Die kantonale Denkmalpflege hat eine Förderung zugesagt. «Eine Sanierung des bestehenden historischen Abwartshauses ist nach der sehr langen Nutzungszeit, in welcher keine nennenswerten Sanierungsarbeiten ausgeführt worden sind, aus sanierungstechnischen, energetischen und wirtschaftlichen Gründen erforderlich», schreibt der Stadtrat in seiner Botschaft an den Einwohnerrat. Den Nutzern soll ein zeitgemässes, funktionales Gebäude zur Verfügung gestellt werden.

Einwohnerrat: Freitag, 19. Juni, 19.30 Uhr, Campussaal.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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