Eine spezielle Lagerhalle

Der Gartenbedarfshändler Hortima AG hat einen Neubau erstellt.

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Hausen Das Büro Fischer Architekten aus Zürich hat für den Gartenbedarfshändler Hortima AG in Hausen eine spezielle Lagerhalle mit Büro und ­Aufenthaltsraum realisiert. «Anstelle eines generischen Zweckbaus», heisst es in einer Medienmitteilung, «ist ein eigenständiges, identitätsstiftendes Gebäude entstanden, das sich über die traditionelle Konstruktion und die rohe Materialisierung im Gewerbegebiet verortet.»

Die Parzelle befindet sich im kleinen Gewerbegebiet im westlichen Teil des Dorfs, angrenzend an den tief eingeschnittenen Autobahnzubringer und das auf gleicher Höhe liegende Bahntrassee. Der Neubau bildet ein Gegenüber zur bestehenden Halle und lässt gemeinsam mit den Nebenbauten eine Art Hofmitte entstehen.

Die Herausforderung dieser Aufgabe bestand laut Fischer Architekten in der Frage, wie mit dem materiellen und konstruktiven Bezug zu den vorhandenen, einst preiswert errichteten Gewerbebauten umzugehen sei. «Die kontextuelle Verbindung sollte und konnte sich nicht auf eine rein formale Ebene beschränken, sondern wurde auf einer typologischen, konstruktiven und strukturellen Ebene gesucht.»

Entstanden ist eine Holzkonstruktion in Leichtbauweise mit überhängenden Fassaden und leicht geneigtem Satteldach. Nach aussen gekehrte Dreigelenkrahmen formen das Gebäude über die ganze Länge.

Diese Schnittlösung erlaubte es, wird in der Medienmitteilung weiter ausgeführt, die Halle stützenfrei zu errichten und auf der gesamten Fläche Hochregale zu platzieren. Zusätzliche Büros und ein Aufenthaltsraum bilden ein eigenes, dem Hallendach eingeschriebenes Volumen. Der Betonsockel dient als Untergurt der Tragkonstruktion. Die Holzfassadenplatten als Wind- und Regenschutz sind vertikal nach dem Prinzip der herkömmlichen Stülpschalung angeordnet, sodass bei ihrer Überlappung ein Spalt zur natürlichen Durchlüftung der Halle entsteht. (az)