Brugg

Eine Sauna lohnt sich wirtschaftlich nicht für das Brugger Hallenbad

Ruhe vor dem Sturm: Das Brugger Schwimmbad ist beliebt. Die Interessen der einzelnen Benutzergruppen sind laut Stadtrat allerdings teilweise gegensätzlich.

Ruhe vor dem Sturm: Das Brugger Schwimmbad ist beliebt. Die Interessen der einzelnen Benutzergruppen sind laut Stadtrat allerdings teilweise gegensätzlich.

Der Stadtrat Brugg nimmt Stellung zum Frei- und Hallenbad und beantwortet die kleine Anfrage von Einwohnerrat Markus Lang zu den Rahmenbedingungen. Nicht alle Bedürfnisse, so das Fazit, könnten im gleichen Masse berücksichtigt werden.

Die neuen Öffnungszeiten im Brugger Hallenbad haben im letzten Jahr nicht überall für Freude gesorgt. Der Stadtrat ist «aufgrund der vielen Rückmeldungen seitens der Bevölkerung» über die Bücher gegangen und hat diesen Mai die Öffnungszeiten und Eintrittspreise angepasst.

Markus Lang, Einwohnerrat der Grünliberalen in Brugg, stellte der Behörde in der Folge verschiedene Fragen zum Betrieb und zu den Rahmenbedingungen im Frei- und Hallenbad sowie im Restaurant. In seiner kleinen Anfrage wollte er unter anderem wissen, nach welchen Überlegungen die Bedürfnisse der einzelnen Benutzergruppen – Schulen, Kurse, öffentliches Publikum – behandelt werden, ob die Nutzung mit dem Lehrschwimmbecken Langmatt koordiniert wird, welche Bedeutung die angebotenen Kurse wie Aquafit haben, welche Überlegungen zur Rentabilität – auch des Restaurants – eine Rolle spielen und welche mittel- und langfristigen Strategien vorgesehen sind.

Lang fragte ebenfalls, ob die Option Sauna geprüft wird. Eine solche könne Gewinn abwerfen und mithelfen, das Defizit der Anlage zu verringern.

Alle Optionen werden geprüft

In seiner Antwort, die jetzt vorliegt, winkt der Stadtrat ab. Der Einbau einer Sauna würde sich wirtschaftlich nicht lohnen. Auch fehle im Areal der Platz. Allerdings betont die Behörde, dass bei einer kommenden Gesamtsanierung des Hallenbads alle Möglichkeiten geprüft werden sollen, die einen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben – wie weitere Wellness-Angebote oder eine Photovoltaikanlage.

Zurzeit keine Option sei die Schliessung des Restaurants. Der Betrieb werde von der Stadt unterstützt durch Investitionen in Einrichtung und Ausstattung wie Kühlung, Küche, Vitrinen, Gartenmobiliar und Umgebungsgestaltung. Überdies erhalte der Pächter Beiträge an den Energieverbrauch und an witterungsbedingte Ertragsminderung.

Die Bedürfnisse der einzelnen Gruppen seien bekannt, fährt die Behörde fort, räumt aber ein, dass die Interessen teilweise gegensätzlich sind, sodass nicht alle im gleichen Masse berücksichtigt werden können. Der Schule, würden reservierte Wasserflächen zugesichert, möglichst viele Reststunden würden für Kurse zur Verfügung gestellt. Die Nutzung von Lehrschwimmbecken und Hallenbad sei koordiniert.

Zu viele Kurse

Kurz: Alles in allem seien die Rahmenbedingungen gut im Hallenbad – was an der Beliebtheit zu erkennen sei, fasst der Stadtrat zusammen. Er macht indes keinen Hehl daraus, dass sich in der Gesamtbeurteilung zeige, «dass die Anzahl der Kurse bisher zu hoch war». Einzelne Benutzergruppen seien dadurch eingeschränkt worden.

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