Brugg
Eine neue Website soll das einheimische Gewerbe in Brugg unterstützen

Der Gewerbeverein Zentrum Brugg hat eine eigene Website entwickelt, um das einheimische Gewerbe zu stärken. Via eine Suchmaske wird der potenzielle Kunde auf die Geschäfte hingewiesen, die das gewünschte Produkt anbieten.

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Ein Zufallsgenerator entscheidet, welches Geschäft zuoberst aufgeführt wird.

Ein Zufallsgenerator entscheidet, welches Geschäft zuoberst aufgeführt wird.

Janine Müller

Eine neue Suchplattform soll die Kundschaft in die Geschäfte der Mitglieder des Brugger Gewerbevereins locken. Unter dem Motto «in Brugg hat’s doch» will Zentrum Brugg – allen voran Urs Boller, Leiter der Geschäftsstelle und Christina Thomann, Vorstandsmitglied – seinen Mitgliedern die Möglichkeit bieten, ihr Geschäft bekannter zu machen.

Zwei Suchmöglichkeiten: Via Produkt oder via Branche

Und so funktionierts: Auf der eigens von der IT-Firma Infofactory gestalteten Website www.inbrugg.ch können unter dem Bereich Produkte Suchbegriffe wie Wein, Leder, Spielwaren oder Velo eingegeben werden. Oder man sucht unter dem Begriff Branche direkt nach einem Maler- oder Sanitärgeschäft. Anschliessend erscheinen all jene Läden, die beispielsweise Lederwaren oder Weine führen. Oder unter der Branchensuche werden sämtliche Maler- oder Sanitärgeschäfte aufgeführt. Allerdings: Aufgeführt sind nur die Mitglieder des Gewerbevereins.

App wird diskutiert

Anders als bei der gängigen Suche via Google selektioniert die Website also schon für den geneigten Kunden. Die Seite inbrugg.ch soll die Suche nach Geschäften vereinfachen, so die Initianten. «Wir möchten der Kundschaft helfen, sich zurechtzufinden und den Einkauf in Brugg einfacher zu machen», sagt Christina Thomann an der Pressekonferenz.

Am Donnerstag, 28. April, wird die neue Website aufgeschaltet. Bereits diskutiert wird auch eine App. «Bezüglich App stellt sich die Frage, wie viele sich diese überhaupt herunterladen würden», sagt Bruno Carcer, Geschäftsleitungsmitglied Infofactory. Er weisst darauf hin, dass die Website sich allen Formaten, also auch den Oberflächen von Handys, anpasst. Zudem wolle man jetzt zuerst schauen, wie gut das Angebot auf der Website, deren Entwicklung übrigens rund 5000 Franken kostete, läuft. Ein Ziel von einer bestimmten Anzahl Nutzern hat sich Zentrum Brugg nicht gesteckt. «Wir werden die Seite so oder so unterhalten und vor allem auch stetig aktualisieren», sagt Thomann.

Stellt sich noch die Frage, wie auswärtige Brugg-Besucher ausgerechnet auf die Website inbrugg.ch stossen sollen. Ein Lösungsansatz ist, dass die Läden des Gewerbevereins gut sichtbar mit einem QR-Code mit dem Hinweis auf die Website ausgestattet werden. Und mit Werbeaktionen möchte man die potenzielle Kundschaft auf das Angebot aufmerksam machen.

Mitgliedschaft ist im Moment noch zwingend

Möchte ein Geschäft ebenfalls auf der Website aufgeschaltet werden, so muss es zwingend Mitglied des Gewerbevereins werden. Urs Boller erhofft sich so auch noch ein paar Mitglieder mehr bei Zentrum Brugg. Zurzeit zählt der Verein knapp 200 Mitglieder. Sollten sich aber viele Geschäfte melden, die nicht Mitglied sind und trotzdem von der Website profitieren möchten, «so würden wir die Situation diskutieren», sagt Thomann. (jam)

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