Bözen

Eine Bauernfamilie öffnet ein Jahr lang ihre Haus- und Stalltüren – via Facebook

Einblicke in ihren bäuerlichen Alltag: Yvonne und Reto Pfister mit Zoé (auf dem Traktor) sowie mit Retos Eltern Werner und Rosmarie Pfister.

Einblicke in ihren bäuerlichen Alltag: Yvonne und Reto Pfister mit Zoé (auf dem Traktor) sowie mit Retos Eltern Werner und Rosmarie Pfister.

Mit einer Aktion will der Schweizer Bauernverband Werbung in eigener Sache machen. Die Pfisters aus Bözen sind eine von 26 Familien, die mit Texten, Bildern und Videos via Facebook regelmässig Einblicke in ihre Arbeit und ihren Alltag bieten.

Seit Anfang Jahr zeigen die Pfisters auf Facebook, wie sie leben und arbeiten. Bereits finden sich dort einige Kurztexte, Bilder und Videos. Die Pfisters berichten, wie Rosmarie Pfister frisches Bauernbrot für das Höflädeli backt oder dass ihre Kälber gegen die Rindergrippe geimpft werden und hoffentlich «gesund durch den Winter kommen». Oder sie zeigen ein Bild mit einem Haufen Abfall, den sie in nur 15 Minuten eintlang einer Strasse eingesammelt haben. Der Kommentar der Bauernfamilie: «Kaum zu glauben, wieviel Abfall die Leute aus dem Auto werfen!»

Die Pfisters sind eine von 26 Schweizer Bauernfamilien, die ihre Türen in diesem Jahr virtuell öffnen. Sie tun dies im Rahmen der Aktion «Mein Bauer. Meine Bäuerin.» des Schweizer Bauernverbandes. Hintergrund ist das diesjährige UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe. Was die Schweizer Bauernfamilien betrifft: Sie sollen «Einblick in eine Welt geben, die vielen fremd geworden ist», wie der Bauernverband Aargau mitteilt.

Werbung in eigener Sache

Die Imagewerbung für die Schweizer Landwirtschaft ist auch ein Grund, weshalb die Familie Pfister sich an der Aktion beteiligt, wie Reto Pfister ausführt. Der zweite Grund sei, etwas Werbung in eigener Sache zu machen: «Wir wollen auch unsere Dienstleistungen bekannter machen.» Die Pfisters betreiben Mutterkuhhaltung und Rebbau und verkaufen Naturabeef und Wein ab Hof. Zudem bewirten sie für Feste und Anlässe Gruppen mit bis zu 60 Personen.

Fast 300 Personen haben auf das «Gefällt mir»-Kästchen auf der Facebook-Seite der Pfisters geklickt. «Bisher haben wir nur positive Reaktionen erhalten», sagt Pfister. Er fügt aber auch an, dass ihr Publikum bis anhin Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sei. Das seien also solche Menschen, die mit dem Alltag einer Bauernfamilie schon gut vertraut sind. Eigentlich haben sie aber ein anderes Zielpublikum vor Augen. Pfister: «Wir wünschen uns auch ein nicht-bäuerliches Publikum, etwa aus Städten.»

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