«Wir hatten bisher einen traumhaft schönen Frühling und konnten sogar schon in der Osterwoche die ersten Spargeln ernten», schwärmt Corinne Heuberger aus Bözen. Auf dem Walternhof, den sie mit ihrem Ehemann Philipp führt, wachsen auf einem 30 Aren grossen Feld zwischen Zeihen und Bözen zarte Grünspargeln.

Weil die Heubergers wussten, dass die Nächte klirrend kalt werden, hatten sie die Spargeln extra kurz geschnitten. Denn mit einer Folie das Frühlingsgemüse abdecken und so etwas vor der Kälte zu schützen, war für sie kein Thema. Als Corinne Heuberger gestern Mittag auf dem Feld nachschaute, waren die kleinsten Spargelköpfe verfroren. Trübsal blasen mag sie deswegen nicht. «Zum Glück können wir so unseren Kunden heute am Brugger Wochenmarkt und morgen Samstag in unserem Hofladen doch Spargeln anbieten.» Danach werde es aber einen Ernte-Einbruch geben. Wie lange dieser dauern wird, kann Corinne Heuberger nicht abschätzen. Doch die Natur werde sich erholen und die Spargeln wieder wachsen.

Verglichen mit Obst- oder Beerenbauern, die bei Frost viel verlieren, seien sie mit den Spargeln in einer komfortableren Situation, betont Corinne Heuberger. Sie konnten bisher schon über 100 Kilo ernten und direkt vermarkten. Als kleiner Produzent komme ihnen bei solchen Schäden auch zugute, dass sie mit anderem Gemüse und Blumen breit aufgestellt sind. Von ihrem Grossvater habe sie gelernt, dass man bei der Arbeit mit der Natur frühestens im Herbst jammern soll.