Im Sagenmülital, in der Naturschutzzone zwischen Linn und dem ehemaligen Bahnhof Effingen, steht seit Beginn des Zweiten Weltkriegs ein Bunker. Er sollte die Deutschen daran hindern, vom Rhein her um den Bözberg herum ins Wasserschloss vorzustossen. Besonders an der Anlage sind die turmförmige Bauart am Steilhang und die unterirdischen Stollen und Kleinkavernen.

Der Verein Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal hat den stillgelegten Bunker vom Bund nun erworben. Gemäss dem Vereinspräsidenten Thomas Hug steht für die originalgetreue Restaurierung noch viel Arbeit bevor. Die Anlage wurde nach Beendigung der militärischen Verwendung in den 70er-Jahren ausgeräumt und später von der Feuerwehr für Atemschutzübungen verwendet.

Restaurierung startet im Sommer

«In mehrwöchiger Arbeit sind die in der ganzen Anlage abgelagerten Russschichten entfernt worden. Mit der eigentlichen Restaurierung und Wiedereinrichtung der Anlage wird im Sommer begonnen», schreibt Hug. Alle Arbeiten würden von ehrenamtlichen Helfern geleistet. Bis zur Fertigstellung könnte es noch zwei Jahren dauern, so Hug. «Mit Rücksicht auf die Lage in einem Naturschutzgebiet werden in der Bunkeranlage keine regelmässigen Führungen vorgenommen werden.»

Der Verein besitzt im Kanton Aargau rund 60 ehemalige militärische Anlagen, die meisten wurden durch den Verein wieder instand gesetzt. Am Wochenende vom 30. Juni führt das Museum auf dem Bözberg die ersten Aargauer Bunkertage durch.