Brugg/Windisch

Ein Solidaritätskonzert mit politischen Gedanken

Am Sonntag wurde das Publikum auf der Amphi-Wiese mit Musik verzaubert. Es war auch ein sanfter Stupf, bei der Abstimmung am 23. September zum Thema «Musikalische Bildung» ein Ja in die Urne zu legen.

«Es macht mir Spass, zusammen mit den Windischer ‹Musigwürm› Konzerte zu geben», sagt die 15-jährige Leonie Vogt. Stunden nehme sie allerdings keine mehr. Sie ist zusammen mit 80 weiteren Kindern und Jugendlichen am Sonntagmittag am Konzert der beiden Musikschulen Brugg und Windisch auf der Amphi-Wiese in Windisch aufgetreten.

Spass gemacht hat es auch Cyril Fischer, der seit vier Jahren bei der Jugendmusik Brugg mit von der Partie ist. Ihm gefällt sowohl das Musikmachen als auch der Austausch mit den Kollegen.

«Musik schlägt Brücken»

Es sei schon einige Jahre her, seit die beiden Musikschulen einen gemeinsamen Auftritt bestritten hätten, sagen Schulleiter Jürg Moser, Brugg und Markus Kunckler, Windisch. Umso mehr freuen sie sich, dass es geklappt hat. «Musik verbindet, schlägt Brücken», sind sich die beiden einig. Eine Brücke wurde mit diesem Konzert auch im Hinblick auf die Abstimmung vom 23. September zum Thema «Musikalische Bildung» geschlagen.

Schweizweit werden am Tag der Musik am 1. September Konzerte abgehalten, um für den neuen Verfassungsartikel - der allen Kindern den Zugang zur musikalischen Bildung ermöglicht - die Werbetrommel zu rühren. Auf der Amphi-Wiese zeigte man diese Solidarität bereits eine Woche vor dem offiziellen Musiktag. Grund sei, dass man die bereits stehende Infrastruktur vom Organisator der Lilibiggs Kinderkonzerte, Thomas Sigrist, habe nutzen dürfen.

Das Konzert auf der Amphi-Wiese kam beim Publikum gut an. Erst spielte das Streichorchester der beiden Musikschulen auf. Unter der Leitung von Irene Bütler und Salome Zimmermann zeigten die Jungmusiker ihr Können, unter anderem zu irischer Musikliteratur. Während ihres Auftritts flogen da und dort Notenblätter weg. Diesen Wind nahm man zusammen mit den Sonnenstrahlen gerne in Kauf, waren doch Regenschauer prognostiziert.

Der zweite Teil des Konzerts war den Bläsern, unter der Leitung von Martin Locher und Markus Fankhauser gewidmet. Vor dem zweiten Lied gab es eine Zwangspause, da der Bass gestimmt werden musste. Dann ging es flott im Programm weiter. Auch diese Spieler überzeugten mit Einsatz und Können. Ein besonderer Applaus wurde dem Schlagzeug-Solisten zuteil. Als Zugabe legten die Jungmusiker dann «Lions King» aufs Parkett, wofür sie nochmals einen grossen Applaus ernteten.

Meistgesehen

Artboard 1