Schinznach-Dorf
Ein Prosit auf den Hitze-Sommer

Die Traubenlese ist beendet, rund 300 000 Kilogramm Trauben wurden verarbeitet und die Weissweine sind bereits vergoren. Das Weinjahr 2015 fällt für die Weinbaugenossenschaft ausserordentlich gut aus.

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Hans-Peter Kuhn (links) und Heinz Simmen haben einen Grund zum Anstossen. gra

Hans-Peter Kuhn (links) und Heinz Simmen haben einen Grund zum Anstossen. gra

Andreas Gregr

Die Traubenlese ist beendet, rund 300 000 Kilogramm Trauben wurden verarbeitet und die Weissweine sind bereits vergoren. Höchste Zeit, bei der Weinbaugenossenschaft Schinznach (WGS) für das Weinjahr 2015 Bilanz zu ziehen: «Die heissen Monate Juli und August haben den Reben sehr gut gefallen», erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Kuhn.

Die jungen Reben hätten derweil bewässert werden müssen. Für das gute Ergebnis war sicher auch entscheidend, dass die Weinbaugenossenschaft gegenüber den Vorjahren einen rund zweiwöchigen Vegetationsvorsprung hatte: Im Mai kamen bereits die ersten Blüten und schon am 8. September war der erste Annahmetag. Die Weinlese ist derweil seit dem 19. Oktober vorbei, die Sorten Cabernet Sauvignon und Mitos bildeten dabei den Abschluss. Ungefähr 12 Prozent der gesamten Ernte im Kanton Aargau stammen von der Weinbaugenossenschaft Schinznach.

Mit den Temperaturen vom diesjährigen Hitze-Sommer schossen auch die Öchslegrade bei den einzelnen Sorten in die Höhe. Der Blauburgunder kann beispielsweise einen Wert von 107 vorweisen – 21 mehr als im Vorjahr. «Das sind Walliser Verhältnisse», meint Kuhn. Er freut sich auf einen kräftigen Wein.

Auch Neulinge degustieren

In zwei Wochen veranstaltet die WGS wieder ihr alljährliches Kellerfest. Bei freiem Eintritt können die Gäste vom Freitagnachmittag bis zum Sonntagabend verschiedene Weine degustieren oder auch einfach eine Treberwurst vertilgen. «Wir arbeiten daran, vermehrt Neulinge ansprechen zu können», meint Kellermeister Heinz Simmen. Primär ist es zwar ein Fest, bei dem vor allem Weinliebhaber aus der ganzen Deutschschweiz kommen, dennoch schauen auch immer wieder Nicht-Kenner vorbei, um ein paar Weine auszuprobieren. Die WGS kommt dann auf diejenigen zu und schlägt ihnen verschiedene Weine vor. «Wir leben dabei auch etwas von der Mundpropaganda», so Simmen.

Ohnehin müsse die WGS unbedingt die jüngeren Generationen erreichen, um auch in Zukunft eine breite Stammkundschaft vorweisen zu können.
Diese würde eher süssliche Weine bevorzugen. (gra)

Kellerfest 2015: 27. bis 29. November, Trottenstrasse 1B, Schinznach-Dorf

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