Riniken
Ein Musical macht allen tierisch viel Spass

Die Musikgesellschaft Riniken und Kinder aus der Region stellen das Musical «Das Dschungelbuch» auf die Beine. Seit August finden jeden Mittwoch Proben statt.

Deborah Bläuer
Merken
Drucken
Teilen
Proben für das Kindermusical
8 Bilder
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.
Proben für das Kindermusical Die Musikgesellschaft Riniken führt mit Kindern aus der Region das Musical "Das Dschungelbuch" auf. Die Chorleitung hat Seraina Telli inne, fürs Theater sind Martina Graf und Isabelle Kohler zuständig.

Proben für das Kindermusical

Deborah Bläuer

Alle sind da: die Wölfe, die Elefanten, die Geier, die Affen, der Schakal, der Tiger Shir Khan, der Panther Baghira, der Bär Balu und Mogli. Sie proben jeden Mittwochabend im Schulhaus in Riniken für die Aufführung des Kindermusicals «Das Dschungelbuch».

Nach einer kurzen Aufwärmübung und dem routinemässigen Einsingen geht es los. Die 30 Kinder im Alter von sieben bis zwölf sind mit Begeisterung dabei. Sie singen, lachen und bewegen sich passend zum Lied. Mit den Armen imitieren sie den Flügelschlag der «Partygeier» und beim Elefantenlied wird mit den Füssen gestampft. Ein Mädchen hat einen Einwand: «Aber die Elefanten putschen doch dann den Mogli.» Hier im Schulhaus Riniken wird allerdings nicht geputscht. Stattdessen wird das Lied gleich noch einmal geübt. «Wir sind die Elefanten, die Dschungelpolizei, wir schnappen uns die Bösen, dideldum und dideldei», tönt es.

Keine schultypischen Themen

Insgesamt acht Lieder werden in der einstündigen Chorprobe am Mittwochabend gesungen. Bei manchen Stücken wird die Musik vom Handy abgespielt, bei anderen begleitet die Chorleiterin, die Brugger Sängerin Seraina Telli, die Kinder auf dem Klavier. Es klingt schon ganz gut. Telli ist zufrieden: «Die Kinder sind mega motiviert.» Tatsächlich sind sie mit viel Energie dabei, manche sogar mit ein bisschen zu viel, sodass sie zur Konzentration ermahnt werden müssen.

Die Kinder, die aus Riniken oder der Umgebung sind, scheinen sich auf die Aufführung im Dezember zu freuen. Bei einem Jungen ist die Vorfreude allerdings etwas getrübt. «Ich muss meine Lehrerin einladen», brummt er missmutig.

«Wir sind nicht die Schule», sagt Karin Horlacher, Präsidentin der Musikgesellschaft Riniken. «Deswegen haben wir uns nicht für ein Musical mit den schultypischen Themen wie Freude oder Mut, sondern für das Dschungelbuch entschieden.» Die Idee zu einer solchen Aufführung stammt vom Dirigenten der Musikgesellschaft Rafal Jastrzebski. Das Projekt wird finanziell vom Bund durch das neu ins Leben gerufene Programm «Jugend und Musik» unterstützt.

Dieses Musical ist eine Premiere

Direkt vom Arrangement-Verlag konnte die Musikgesellschaft Riniken das Drehbuch und die Rechte für das Musical erwerben. Für den Verein ist das Kindermusical eine Premiere. Die Mitglieder hätten viel Freude daran, erzählt Horlacher, allerdings sei das Ganze mit grossem Aufwand verbunden. Doch es sei toll, wie sich sofort Mitglieder des Vereins gemeldet hätten, um verschiedene Aufgaben für das Musical zu übernehmen.

Die Musikstücke an sich seien relativ einfach. Eine Herausforderung werde es sein, wenn die Musikanten und der Chor gemeinsam proben und sich aufeinander abstimmen müssen. Jetzt ist die Chorprobe schon fast vorbei. Zum Abschluss wird das Lied vom Shir Khan, dem Tiger, gesungen und die Kinder erhalten Gummibärchen, als Lohn für ihren Einsatz.

Locker vom Hocker

Einige bleiben allerdings noch eine Stunde länger. Sie spielen eine Hauptrolle im Musical und müssen dafür üben. «Ich bin Baghira», erklärt der achtjährige Jarmo. Die Theatergruppe wird von Martina Graf und Isabelle Kohler geleitet. Letztere ist heute jedoch verhindert. Deshalb sitzt Graf alleine mit den elf Kindern im Kreis. Alle haben ein Skript in der Hand und gemeinsam gehen sie eine neue Szene durch.

Balu und Baghira bitten die Schlange Kaa, ihnen zu helfen, Mogli von den Affen zu befreien. Unter den Jungschauspielern herrscht Verwirrung, die Schlange sei doch böse. «In diesem Musical nicht», erklärt Graf.

Kaa plant, die Affen zu hypnotisieren und demonstriert ihr Können, indem sie Balu und Baghira suggeriert, sie seien Kängurus. Graf hat das Schlangenkostüm mitgebracht, so können die Darsteller schon mal damit üben. Erst haben die Kinder aber noch ein paar Fragen zur Hypnose: «Können Schlangen das?», «Kann man das lernen?» Leiterin Martina Graf gibt ausführlich Auskunft.

Die Schlangen-Szene wird zweimal geübt, denn die Rollen für die sich mehrere Kinder gemeldet haben, wurden doppelbesetzt. Danach sind der Tiger und der Schakal an der Reihe. Beide können den Text schon auswendig. Anschliessend werden die Szenen repetiert und zu letzt tragen die Geier ihren Text vor. Dann ist die Probe beendet.

«Sie sind toll», sagt Graf über die Kinder, «es macht so viel Spass.» Und das ist das Wichtigste, ganz wie im Lied: «Locker vom Hocker und immer mit Spass, das ist das Geheimnis – komm, merk dir das!»