Lupfig

Ein Melodienstrauss diverser Stilrichtungen begeisterte das Publikum

Das Konzert der Blaskapelle Eigenamt und der Bouele Musig Langnau im Emmental bot mitreissende Musik und showartige Einlagen. Die Eigenämter Formation spielte Stücke aus verschieden Stilrichtungen, wie Polka, Marsch, Walzer und Swing.

Die durch beigezogene Musikanten verstärkte Blaskapelle Eigenamt unter der bewährten Leitung von Peter Leutwyler bot im ersten Teil des Jahreskonzertes ein mitreissendes Programm. Im zweiten Teil begeisterte dann die Bouele Musig Langnau mit ihren von erfrischendem Emmentaler Humor begleiteten Vorträgen.

Die hauptsächlich auf Blasmusik im böhmisch-mährischen und im Egerländer Stil trainierte Eigenämter Formation, hervorgegangen aus den 1954 gegründeten «Schache-Buebe Brugg», wartete mit einem breiten Spektrum an Darbietungen auf. So umfasste der Bogen die Stilrichtungen Polka, Marsch, Walzer und Swing.

Virtuose Solisten

Speziell hervorzuheben ist etwa die Schnellpolka «Zwee schnälli Bärner» von Albert Benz, in welcher die Klarinettisten Ueli Wild und Hans Binder als virtuose Solisten überzeugten. Etwas später bewiesen sie im Medley-Arrangement «Evergreen-Sterne» von Paul Schestag zusätzlich ihr Können am Saxofon.

Als weitere hervorragende Solisten feierte das Publikum die Trompeter Ernst («Aschi») Burgermeister und Christian Meier für ihren Einsatz in Ferenc Aszodis Polka «Zwei Egerländer Musikanten».

Nach dem «Mährischen Tanz Nr. 4» von Frantisek Manas und der abschliessenden Polka «Böhmische Mädchen sind klasse» ehrte die Blaskapelle Eigenamt in Form einer wunderschönen Zugabe ihren kürzlich verstorbenen Schlagzeuger Jürg Stierli.

In Vertretung des krankheitshalber abwesenden Präsidenten Franz Wobmann bedankte sich Ernst Seeberger bei Dirigent Peter Leutwyler und Ansagerin Barbara Gloor mit Worten und Präsenten.

Ebenfalls mit böhmischen und mährischen Volksweisen und mit modernerer Unterhaltungsmusik brillierte im zweiten Teil des Abends die professionell aufspielende Gastkapelle aus dem Emmental, welche schon früher im Birrfeld aufgespielt hatte.

Showartige Einlagen

Ihr Name geht darauf zurück, dass die Gründer Musikanten waren, welche in einer Baumwollfabrik in Langnau arbeiteten. Mit ihren abwechslungsweise temperamentvollen und langsameren, einschmeichelnden Darbietungen sowie mit ihren showartigen Einlagen zog die Bouele Musig die Besucherinnen und Besucher im anderthalb Stunden dauernden Programm voll in ihren Bann.

Die hervorragenden Solisten und die sie adäquat begleitenden Kollegen erhielten immer wieder kräftigen Applaus. Obwohl die grosse «Blasmusik-Party» im ausverkauften «Ochsen»-Saal erst gegen Mitternacht ausklang, waren im Publikum zu diesem Zeitpunkt keine müden, sondern ausschliesslich zufriedene Mienen zu sehen.

Meistgesehen

Artboard 1