Die Neuigkeiten sind erfreulich: Das 4-jährige Mädchen, das in die Aare fiel und reanimiert werden musste, darf gemäss Staatsanwaltschaft bald nach Hause. Das Mädchen befindet sich ausser Lebensgefahr, noch liegt es im Spital.

Bei der Regionalpolizei (Repol) Brugg ist die Freude darüber gross. «Uns fällt ein Stein vom Herzen», sagt Repol-Chef Heiner Hossli. «Ich freue mich vor allem auch für die zwei Polizisten, die das Mädchen aus dem Fluss geborgen und reanimiert haben.»

Rückblende: Am Sonntag vor zwei Wochen stürzte das Mädchen im Windischer Geissenschachen in die Aare. Der Fluss führte Hochwasser, war aufgewühlt. Gemäss Heiner Hossli war die Kleine mindestens 10 Minuten im Wasser.

Schutzengel mit Dienstmarke

Schutzengel mit Dienstmarke

Vor einer Woche retteten Polizisten eine 4-Jährige aus der Aare und belebten es wieder. Heute zeigen die Beamten, wie der Vorfall abgelaufen ist.

Angehörige der Repol Brugg, der Stadtpolizei Baden und der Kantonspolizei Aargau machten sich sofort auf die Suche des Kindes (die az berichtete). Feldweibel Patrik Lehmann und Wachtmeister Remo Achermann von der örtlichen Repol befanden sich in der Nähe des Bootes beim Zeughaus in Brugg.

Innert Minuten war die Repol auf dem Wasser. Die Stadtpolizei Baden positionierte sich auf der Vogelsangbrücke. Von dort aus sahen die Stadtpolizisten das Kind treiben, die Information wurde sofort per Funk den Polizisten auf dem Boot weitergeleitet.

Vierjährige stürzt in Aare

Vierjähriges Mädchen stürzt in die Aare (28. Juni 2016)

Sie geriet in Brugg beim Spielen beim Wasserschloss in den Fluss. Rettungskräfte brachten sie nach der Rettung ins Spital nach Zürich.

Die Bergung gelang. Doch der Körper des Mädchens schien leblos. Die Polizisten auf dem Boot begannen mit der Reanimation. Bei Turgi/Vogelsang wurde die 4-Jährige von einem Helikopter ins Spital geflogen. «Dass das Mädchen überlebt hat, ist ein kleines Wunder», sagt Heiner Hossli am Mittwoch gegenüber der az. Er betont immer wieder, wie wichtig die tadellose Kommunikation unter den verschiedenen Beteiligten war. «Es haben alle beispielhaft reagiert», so Hossli.

Passantin musste eingreifen

Dabei lief zuvor die Alarmierung chaotisch ab. Wie eine Leserin der az berichtet, sei die Mutter aufgrund der Ereignisse ausserstand gewesen, eine konkrete Ortsangabe durchzugeben. «Sie hat zwar die Polizei angerufen, konnte aber über Minuten keinerlei brauchbare Angaben erzählen», schreibt die Leserin.

Eine aufmerksame Passantin habe eingegriffen und konnte die Polizei informieren. «Auch deshalb hat alles so schnell und tadellos funktioniert», findet die Leserin. Gegenüber der az bestätigt Repol-Chef Heiner Hossli die Unterstützung durch eine Passantin. Weitere Details kann er aufgrund des laufenden Strafverfahrens keine geben.

Die Staatsanwaltschaft hat gemäss Mediensprecherin Elisabeth Strebel ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eröffnet. Ob die Mutter allenfalls die Aufsichtspflicht verletzt hat, werde zurzeit ermittelt.