Region Brugg
Ein Imagefilm wie die Region Brugg hat sonst keiner

Eingebaut in eine spannende und witzige Geschichte werden die Stärken der Region gezeigt: Im Auftrag der regionalen Standortförderung Brugg Regio entsteht ein neuer Imagefilm. In diesen Tagen finden die Dreharbeiten statt.

Michael Hunziker
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Regisseur und Produzent Simon Weber (rechts) an der Arbeit auf dem Aaresteg: Unten fahren die Zweitbezler im Boot vorbei.
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Regisseur Simon Weber (rechts) beobachtet das Geschehen aufmerksam
Mit an Bord ist bei den Schülern aus Brugg auch ein Kameramann
Auf dem Aaresteg wird die Kamera in Position gebracht
Die Boote mit den Zweitbezlern und den Regionalpolizisten kreuzen sich auf der Aare
Im Auftrag der regionalen Standortförderung Brugg Regio entsteht ein neuer Imagefilm.

Regisseur und Produzent Simon Weber (rechts) an der Arbeit auf dem Aaresteg: Unten fahren die Zweitbezler im Boot vorbei.

Michael Hunziker

Die Sonne scheint, ein angenehmes Lüftchen weht, eine aufgeräumte Stimmung herrscht am Aareufer im Geissenschachen: Die Zweitbezler aus Brugg, die Regionalpolizisten sowie der Schauspieler warten auf den Einsatz an diesem Donnerstagnachmittag.

Gedreht wird eine Szene für den neuen Imagefilm für die Region Brugg. «Ihr müsst mit den beiden Booten nahe aneinander vorbeifahren», gibt Regisseur und Produzent Simon Weber seine Anweisungen. Mit einem Schmunzeln fügt er an: «Ihr dürft ruhig winken. Wir wollen eine freundliche Polizei sehen.»

Fünf Tage dauern die Dreharbeiten für das am Schluss drei bis vier Minuten lange Werk. Hergestellt wird der Imagefilm im Auftrag der regionalen Standortförderung Brugg Regio.

Ziel sei es, die Vielfalt der Gegend zu zeigen, sagt die Leiterin Verena Rohrer. Speziell sei, ergänzt sie, dass es nicht ein Film im klassischen Stil werde, in dem in verschiedenen Kameraeinstellungen die Schönheiten der Landschaft oder die Sehenswürdigkeiten gezeigt werden.

Vielmehr entstehe ein kurzer Spielfilm mit einer Handlung. Mit der Produktion in dieser Form betrete Brugg Regio Neuland, stellt Verena Rohrer fest. Etwas in der gleichen Art sei ihr nicht bekannt. «Ich probiere gerne Neues aus und bin gespannt auf die Reaktionen.»

Auswahl war Knacknuss

Über die Handlung lässt sich Verena Rohrer nicht viel entlocken. Nur soviel: Erzählt werde eine spannende, witzige und unterhaltsame Geschichte, in der die «starken Elemente» der Region integriert seien – neben der Gegend rund um das Wasserschloss beispielsweise auch die Linner Linde, der Legionärspfad, die Fachhochschule Nordwestschweiz oder das Paul-Scherrer-Institut.

Eine Auswahl zu treffen, sagt Verena Roher, sei die grosse Schwierigkeit im Vorfeld gewesen. «Jede Region soll abgebildet werden. Aber es wird so viel geboten. Alles lässt sich aus Zeit- und Kostengründen nicht in den Film packen.»

Apropos: Die Kosten bewegen sich im fünfstelligen Bereich – nicht im hohen, wie Verena Rohrer betont. Weil es sich um ein NRP-Projekt handelt (Neue Regionalpolitik des Bundes), wird ein Teil von Bund und Kanton übernommen.

Bei den Zuschauern, hofft Verena Rohrer, löst das fertige Werk einen «Wow-Effekt» aus – bei Einheimischen genauso wie bei Auswärtigen. Erstere sollen beim Betrachten stolz sein auf ihre Heimat, letztere die Schönheiten der Region entdecken. Kurz: «Der Film soll die Menschen positiv berühren und Emotionen transportieren.»

Die Grundidee hatte Verena Rohrer vor etwas mehr als einem Jahr. Sie besprach diese mit einer Freundin aus der Filmbranche, im letzten Herbst nahm das Vorhaben konkrete Formen an. Schliesslich kam Regisseur und Produzent Simon Weber ins Spiel – ein Glücksfall, wie Verena Rohrer sagt. Denn Weber ist in der Region aufgewachsen und kennt die hiesigen Begebenheiten.

An Expo zu sehen

Mit der Firma Voltafilm kümmerte sich der Regisseur und Produzent um die Detailplanung. Das sei ein «rechter Chrampf» gewesen, weiss Verena Rohrer. Aber: Viele Menschen aus der Region zeigten sich offen und hilfsbereit, investierten viel Zeit. «Das ist lässig, dafür sind wir sehr dankbar.»

Nach dem letzten Drehtag am nächsten Dienstag folgen die Arbeiten im Schneideraum. Die Öffentlichkeit kann den Imagefilm an der Gewerbeausstellung Expo im Oktober ein erstes Mal sehen.

Gezeigt wird er in Zukunft dann bei verschiedenen Gelegenheiten: Veranstaltungen im Campussaal, Kundenanlässen in Betrieben, Neuzuzügertreffen . . . Auch online werde er für alle zugänglich sein, sagt Verena Rohrer. Sie ist bester Laune: «Das Wetter spielt perfekt mit, wir sind im Zeitplan. Das macht Freude.»