Schon beim Betreten des Festzelts zur Eröffnung des Jugendfestes in Schinznach-Dorf am Freitagabend schlug den Besucherinnen und Besucher ein unverwechselbarer Duft entgegen. Denn mit viel Liebe haben die Schülerinnen und Schüler der Primar- und Oberstufenklassen durch Popcorn auf den Tischen und mit originalen und selbst gebastelten Filmplakaten etwas Kino-Atmosphäre in das Zelt geholt.

Das Motto Hollywood war allgegenwärtig – schon bei der Eröffnungsrede von Schulpfleger Roger Siegenthaler, welche von filmmusikalischen Beiträgen der Musikgesellschaft umrahmt wurde.

An diesem Abend standen dann aber vor allem die Kinder von Kindergarten bis 5. Klasse der Primarschule im Mittelpunkt. In wochenlanger Arbeit haben sie kreative, eigenständige Programme zusammengestellt und einstudiert. So traten die Kindergärtler in die Fussstapfen von «Pink Panther» und die Einschulungsklasse gab ein Theater zu der afrikanischen Geschichte vom «Lied der bunten Vögel» zum Besten.

Die Erst- und Zweitklässler sorgten mit ihrem Tanz zum Hit «I like to move it» aus dem Film Madagascar für richtig Stimmung im Zelt und die Klasse der 3. Primarschule begeisterte mit einem selbst geschriebenen Theater, in dem die Hauptdarsteller die Entführung der Sängerin Shakira und gleichzeitig einen Diebstahl aufzuklären hatten. Die 4. Klasse trug bekannte Lieder wie «Ein Stern» und «Gangnam Style» mit eigenen Texten vor und bei der Aufführung der 5.-Klässler erfuhren die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie die Geschichte vom «Herr der Ringe» tatsächlich vonstattenging.

Auf ihren grossen Auftritt haben manche von den Schülern schon seit Tagen voller Vorfreude entgegengefiebert und die Nervosität war für die sehr zahlreich erschienenen Gäste förmlich zu spüren. Umso grösser waren auch nach den gelungenen Auftritten die Freude und Erleichterung bei den Kindern und Eltern. Umso ärgerlicher war dafür die häufig fehlende Konzentration der Zuschauer, welche auch zu Verzögerungen führte.

Für das am späteren Abend geplante Openair-Kino spielte dann aber sogar das Wetter mit – ganz anders als am Samstag. Zwar konnte der «Walk of Fame» – der in diesem Fall nicht aus Sternen, sondern aus kreativ gestalteten Posten und Ständen bestand – draussen aufgebaut werden. Der leichte, aber hartnäckige Dauerregen hielt aber wohl doch einige vom Besuch ab. Dabei gab es einiges zu entdecken; ob ein Foto als Promi, ein Filmquiz oder Büchsenwerfen, ob Hot Dogs im Saloon, Zuckerwatte oder Cupcakes – jede Klasse hatte in liebevoller Arbeit ihren Stand aufgebaut.