Hausen

Ein Familienbetrieb, der floriert und keine Nachwuchsprobleme hat

Die Familie Winkenbach posiert vor Gestecken der Weihnachtsausstellung (hinten von links): Rainer und Adrian, (vorne von links) Denise, Vreny und Iris. ihk

Die Familie Winkenbach posiert vor Gestecken der Weihnachtsausstellung (hinten von links): Rainer und Adrian, (vorne von links) Denise, Vreny und Iris. ihk

Seit 60 Jahren gibt es die Gärtnerei Winkenbach. Per 2017 wird die Betriebs-Verantwortung an die dritte Generation und damit an Sohn und Landschaftsgärtner Adrian sowie Tochter und Zierpflanzengärtnerin Denise Winkenbach übergeben.

Nein, Nachwuchsprobleme kennt die Familie Winkenbach nicht. Seit 60 Jahren ist die Gärtnerei im Hausener Büntefeld der Kundschaft im Umfeld von zehn Kilometern ein Begriff.

1955 von Max und Gertrud Winkenbach-Leder gegründet, übernahmen Sohn Rainer und Ehefrau Vreny Winkenbach-Mathis 1982 den Familienbetrieb. Nun ist der Wechsel zur dritten Generation in Planung: Per 2017 wird die Betriebs-Verantwortung an Sohn und Landschaftsgärtner Adrian sowie Tochter und Zierpflanzengärtnerin Denise Winkenbach übertragen.

Adventsgestecke-Produktion in der Gärtnerei Winkenbach.

Adventsgestecke-Produktion in der Gärtnerei Winkenbach.

Die beiden sind seit 15 respektive 14 Jahren im elterlichen Geschäft tätig. Auch Tochter Iris, die als Landschaftsarchitektin arbeitet, hilft tatkräftig mit. «Wir haben als Kinder schon das eine oder andere Töpfli mit Erde gefüllt und viel Zeit draussen verbracht», erklärt Denise Winkenbach. «Wir sind da quasi hineingeboren», ergänzt Bruder Adrian. «Man kann zuschauen, wie etwas wächst und hat dann ein Endprodukt.»

Das ist es, was allen Winkenbach-Kindern am Beruf gefällt. Iris Winkenbach bezeichnet sich als Pflanzenliebhaberin: «Um mit der lebendigen Materie zu arbeiten, braucht es Wissen. Und man kann mit Pflanzen Stimmung erzeugen.» Adrian Winkenbach sieht es als Privileg an, draussen in der Natur zu arbeiten.

Standbeine sind wichtig

«Ich habe ein gutes Gefühl», sagt Rainer Winkenbach zur Geschäftsübergabe. «Klar wird die Verantwortung grösser sein, doch ich sehe da kein Problem. Wir haben ein kollegiales Verhältnis», sagt Adrian Winkenbach. Für die Kundschaft sei wichtig, dass einer von ihnen persönlich vor Ort sei, um zu beraten. In den bald 34 Jahren, die Rainer und Vreny Winkenbach für die Geschicke der Gärtnerei, den Gartenbauservice und den Blumenladen zuständig sind, hat sich manches verändert: «Nur mit der Pflanzenproduktion wäre es schwierig, zu überleben, vieles wird aus dem Ausland geholt. Deshalb sind die verschiedenen Standbeine schon wichtig», erklären die beiden.

Die Lieferwagen mit der «Winkenbach»-Beschriftung gehören zum Bild der Region. Winkenbachs und ihre Angestellten werden gerufen, wenn ein Garten geplant oder eingerichtet werden soll. Der Gartenbauservice beinhaltet aber ebenfalls das Schneiden von Bäumen und Sträuchern. Jetzt, kurz vor Weihnachten, sind auch die Nordmanntannen aus eigener Kultur gefragt.

«Märchenhaft» lautet das Motto

Vreny und Denise Winkenbach sind die Profis in der Gärtnerei und dem Blumenladen. Sie kümmern sich um Hochzeits- oder Trauerfloristik, beraten, wenn Fragen zu Saison- und Balkonpflanzen auftauchen. Mit Allerheiligen, am 1. November, beginnt jeweils eine anstrengende Zeit. Für die Zeit der Weihnachtsausstellung und das Weihnachtsgeschäft stehen drei zusätzliche Angestellte im Blumenladen. «Märchenhaft» lautet das Motto der diesjährigen Weihnachtsausstellung vom 13. bis 15. November. Einzelne Abschnitte sind Frau Holle, Schneewittchen und Rotkäppchen gewidmet, farblich abgestimmt. Accessoires mit Engeln, Weihnachtssterne, Orchideen, Türschmuck und Adventskränze sind ebenfalls im Angebot.

Weihnachtsausstellung Freitag, 13. November, 16 bis 20 Uhr; Samstag, 14. November, 10 bis 20 Uhr; Sonntag, 15. November, 10 bis 16 Uhr; Märchentante Susette erzählt am Samstag von 16 bis 17 Uhr und am Sonntag von 13 bis 14 Uhr.

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