Der Heimgarten Brugg ist eine Institution, sie sich ausschliesslich an Frauen mit besonderem Betreuungsbedarf richtet. Spezialisiert ist das Angebot für Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen. Das Durchschnittsalter der Bewohnerinnen beträgt 51,5 Jahre. Der Heimgarten bietet vorübergehend oder dauerhaft betreute und begleitete 36 Wohnplätze, 22 interne Beschäftigungsplätze sowie 4 geschützte Arbeitsplätze.

In Brugg gibt es beispielsweise den Geschenkladen «WärchRych» in der Altstadt, in dem Betroffene eine Arbeit finden. Etwas Neues gewagt hat das Heimgarten-Team im letzten Jahr. Per 1. Mai übernahm der Heimgarten die Kinderkleiderbörse gleich neben dem «WärchRych». Unter dem Namen «ChinderRych» wird der Laden nun betrieben. Die Klientinnen werden beim Verkauf und bei der Bewirtschaftung des Ladens mit einbezogen. «Eine Kinderkleiderbörse zu führen ist kein Geschäft, um Gewinne zu erzielen», heisst es im aktuellen Jahresbericht der Institution.

«Wenn alle Ausgaben wie Miete, Versicherungen und der Anteil an die Kunden bezahlt ist, so bleibt kaum mehr etwas übrig.» Der Gewinn für den Heimgarten liege darin, dass in den vergangenen Monaten drei Klientinnen den Schritt gewagt haben, sich unter Anleitung dieser Herausforderung zu stellen.

«Wenn der Zeitpunkt kommt, in dem sie es sich zutrauen, alleine im Laden zu stehen, haben sie die Sicherheit, dass direkt von nebenan eine der Arbeitsanleiterinnen stets zur Hilfe eilt, wenn sie Unterstützung benötigen.» Ein Erfolgserlebnis konnte das Heimgarten-Team verbuchen: «Nach einem Jahr fühlt sich eine Klientin sicher genug, an zwei Wochentagen den Laden während zweier Stunden selbstständig zu führen.»

Erfolgreiche Produktion

Erfolgreich waren auch die Erträge in der Produktion des Werkateliers, des «WärchRychs» und der Lingerie, wie es im Jahresbericht heisst. Budgetiert waren Einnahmen von 43 200 Franken. Tatsächlich eingenommen wurden Fr. 60 785.40. Dennoch resultierte 2017 ein negatives Betriebsergebnis von Fr. 58 091.92. Budgetiert war allerdings ein negatives Betriebsergebnis von 99 310 Franken.

Dank viel höheren Spendeneinnahmen schliesst das Gesamtergebnis in einem Plus von 12 000 Franken. Budgetiert waren 62 000 Franken Spenden, reingekommen sind aber Fr. 70 098.35. So wurde beispielsweise eine Praktikumsstelle von extern finanziert – eine einmalige Sache. Positiv zu Buche geschlagen haben vor allem die zweckgebundenen Spenden. Budgetiert waren in diesem Bereich keine Einnahmen, tatsächlich konnte man total Fr. 47 239.10 verbuchen.