Elfingen

Ein Dorf bekommt seine Beiz zurück: «Zum Sternen» wird zum Leben erweckt

Der neue «Sternen»-Wirt Ueli Eichenberger (vorne mit Hund Lupo) posiert mit Lebenspartnerin Claudia, Inhaber Heinz Bader (rechts hinten) und den früheren Wirtsleuten Heidi und Emil Dätwiler. Irene Hung-König

Der neue «Sternen»-Wirt Ueli Eichenberger (vorne mit Hund Lupo) posiert mit Lebenspartnerin Claudia, Inhaber Heinz Bader (rechts hinten) und den früheren Wirtsleuten Heidi und Emil Dätwiler. Irene Hung-König

Am 1.Mai ist Antrinkete: Dann öffnet der ehemalige Sennhütte-Wirt Ueli Eichenberger mit seiner Lebenspartnerin die Türen der Weinstube Zum Sternen wieder.

Elfingen kriegt seine Beiz, den «Sternen», zurück. Über zwei Jahre ist es her, seit die Wirtsleute Heidi und Emil Dätwiler ihr Restaurant aus gesundheitlichen Gründen schliessen mussten. Sie taten dies damals schweren Herzens. Heute strahlen sie über beide Ohren. Eben erst aus den Ferien zurück, sitzen sie im Restaurant an einem Tisch mit dem neuen Besitzer Heinz Bader und dem neuen Pächterpaar Ueli Eichenberger mit Lebenspartnerin Claudia.

Die Stimmung ist ausgelassen, die Vorfreude auf das neue Kapitel in der Geschichte der Traditionsbeiz mit der Rösti als Aushängeschild sicht- und spürbar. «Der Saal wird ganz was Schönes», sagt Ueli Eichenberger und schaut vom Tisch in die Richtung, wo momentan der Fachmann den alten Teppich rausreisst. Mit einem neuen Holzboden soll das heimelige Ambiente gelingen. Die Holzstühle im Restaurant erhalten Kissen und die Gartenbeiz wird gänzlich neu bestuhlt. «Soeben konnte ich die Möbel dafür abholen», sagt Eichenberger. Der Mann strahlt, man merkt, wie sehr ihn das Neue beflügelt.

Mann des schnellen Entschlusses

Noch vor drei Wochen sahen die Pläne des Ueli Eichenberger ganz anders aus: Spanien sollte der neue Arbeits- und Lebensort werden, die Verträge für das Haus und die neue Bar waren bereits unterzeichnet. «Sternen»-Besitzer Heinz Bader hatte sich bislang vergeblich um neue Pächter für den «Sternen» bemüht. «Sieben bis acht Paare hatten sich schon vorgestellt, doch es passte einfach nicht», erzählt der Lupfiger Autohändler. «Ueli Eichenberger war mein Wunschkandidat», sagt Bader heute. Doch als er von Eichenbergers Auswanderungsplänen erfuhr, war die Sache für ihn abgehakt.

Bader suchte weiter, schaltete Inserate, als sich Ueli Eichenberger bei ihm meldete: «Heinz, der Sternen geht mir nicht aus dem Kopf.» Eichenberger sagte Spanien ab, Lebenspartnerin Claudia freut sich, hier bleiben und nächste Woche in die Wohnung im «Sternen» ziehen zu können. Auch für die ehemaligen Wirtsleute stimmts: «Für mich geht ein Traum in Erfüllung», sagt Heidi Dätwiler. Dass «ihr Sternen» in ihrem Sinne weitergeführt werde, habe sie zu Tränen gerührt.

Einweihung mit Apéro riche

Am 1. Mai werden die Türen geöffnet, die Bevölkerung ist ab 14 Uhr zu einem Apéro riche mit Dessertbuffet eingeladen, am Abend spielt die Band «Heu obe-n-abe». Der Konditor-Confiseur Eichenberger verwöhnt die Gäste auch im «Sternen» mit seiner Pâtisserie, dazu bäckt er Brot und hat vor, samstags Zöpfe zu verkaufen. Von Emil Dätwiler wird er in die Kunst der knusprigen Rösti eingeweiht. Eine Karte mit 12 bis 13 verschiedenen Menüs wie Rösti mit Kalbsleberli, Kalbsgeschnetzeltes, Mistkratzerli, Piccata und Cordon bleu. «Eine gutbürgerliche Küche gibt es hier», sagt Ueli Eichenberger. Der «Sternen» wird von Mittwoch bis Sonntag geöffnet haben, montags und dienstags ist Ruhetag.

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