Villigen
Ein Chef wird wegen eines mysterischen Elexirs zum klönenden Kleinkind

Ein Erwachsener, der sich in ein quengelndes Kleinkind verwandelt und ein Zaubertrank, der für Aufruhr sorgt: Das diesjährige Bühnenstück der Theatergruppe weist im Ansatz Parallelen zu Alice im Wunderland auf – und verspricht Lachmuskeltraining.

Barbara Schlunegger
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Die Hauptfigur Hugo Klotz (l.) wird von Georg Süss gespielt.ZVG

Die Hauptfigur Hugo Klotz (l.) wird von Georg Süss gespielt.ZVG

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Die Theaterliebhaber in der Region dürfen sich freuen. Nach Mönthal und Scherz steht jetzt auch die Theatergruppe Villigen mit einem neuen Stück auf der Bühne. Dieses Jahr wird die Komödie «Bisch sicher?» der Zürcher Rolf Brunold und Peter Kaufmann aufgeführt.

In die Kindheit zurückgefallen

Im Werk dreht sich alles um den Unternehmer Hugo Klotz, der wegen eines mysterischen Elexirs psychisch und physisch in seine Kindheit zurückgeworfen wird. Sein Schwager Bruno will dies nun ausnutzen, um sich endlich das Unternehmen des ungeliebten Verwandten unter den Nagel zu reissen. Als würde das nicht reichen, ist auch die Familie mit dem ehemaligen Chef, der jetzt plötzlich wieder ein quengelndes Kind ist, genug gefordert.

Wann wird gespielt?

Das Stück «Bisch sicher?» ist in der Turnhalle Erbslet in Villigen zu sehen.
Fr und Sa, 7./8. März 20:00 Uhr
Fr und Sa, 14./15. März 20:00 Uhr
Sonntag, 16. März 13:30 Uhr
Reservation unter: 056 284 17 50

Obwohl wieder viel jünger, lässt sich der ehemalige Vorgesetzte nicht übers Ohr hauen. In letzter Minute kann das hinterhältige Unterfangen des Schwagers dann doch noch gestoppt werden und Hugo muss auch nicht für immer in seinen Kinderjahren stecken bleiben – die Geschichte nimmt kein böses Ende.

Gut Theaterspielen ist ja nicht gerade einfach. Ein klönendes Kleinkind zu verkörpern macht die Sache auch nicht leichter. «Wenn die Schauspieler Kinder spielen, muss es authentisch rüberkommen, nicht so gekünstelt», meint Vereinspräsident Christian Schwarz.

Ein weiterer Knackpunkt sei die Eingangsszene, in der die Schauspieler mitten in den Gästen zwischen den Tischen und Stühlen spielen. Schwarz zählt diese Szenen zu den grössten Herausforderungen des Stücks. Die Hoffnungen des Theaterpräsidenten sind, dass die Komödie beim Publikum ankommt. «Aber man kann das Publikum halt nicht programmieren», lacht der Villiger.

17 Jahre Leidenschaft

Die Theatergruppe Villigen besteht seit 1997 als Verein. Schon vorher existierten im gemischten Chor, dem Turn- und Musikverein lose Theatergruppen. Mit dem Gründen eines Vereins habe man eine Interessengesellschaft für Leute geschaffen, die nur Theater machen und nicht noch in einem anderen Verein dabei sein wollen, erklärt Schwarz.

Heute zählt die Gruppe 20 Mitglieder, wobei nicht alle spielen. «Es sind auch einige, die unsere Schauspieler schminken oder für das Bühnenbild verantwortlich sind», sagt Schwarz. Die Regisseurin Gabi Regli wurde den Villiger Bühnenfans vom Freilicht-Spektakel in Windisch empfohlen.