Bözberg
Ein Bohrplatz neben der Linner Linde ist keine Option mehr

Die Gemeinde Bözberg wehrte sich dagegen, dass im Bereich der Linner Linde Probebohrungen vorgenommen werden. Damit hatte die Behörde nun Erfolg: Ein Bohrplatz neben der Linner Linde ist keine Option mehr.

Claudia Meier
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Bohrungen im Bereich der Linner Linde sind keine Option mehr.

Bohrungen im Bereich der Linner Linde sind keine Option mehr.

Patrick Züst

Um herauszufinden, ob der radioaktive Atommüll dereinst im Gebiet Jura Ost (Bözberg) in einem Tiefenlager deponiert werden kann, sind neben seismischen Messungen auch Probebohrungen notwendig. In einem ersten Entwurf sah die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) einen Bohrplatz im Bereich der Linner Linde vor. Dagegen regte sich sofort Widerstand (die az berichtete). Zwischen dem Gemeinderat Bözberg, der Nagra und einer Vertretung des Kantons Aargau hat Mitte Oktober ein weiterer Austausch zur Erarbeitung von Bohrgesuchen im Bereich der Anfang Jahr veröffentlichten Bohrungsperimeter BP-1 und BP-4 stattgefunden, schreibt die Gemeinde Bözberg im neusten Mitteilungsblatt.

Kanton hat Gemeinde unterstützt

Im Fall des Bohrungsperimeters BP-4 ist der Bereich der Linner Linde keine Option mehr. Der Gemeinderat habe mit Unterstützung des Kantons von Anfang an klar und eindeutig kommuniziert, dass ein Bohrplatz im Bereich der Linner Linde ein absolutes «No-Go» ist. Es stehe deshalb ein anderer Standort in Aussicht, heisst es weiter. Die Nagra wird in den kommenden Wochen auf die Grundeigentümer der verschieden Bohrplatzoptionen zugehen. Die Erarbeitung der Sondiergesuche nimmt einige Wochen in Anspruch, sodass die Gesuche voraussichtlich erst im nächsten Jahr eingereicht werden können. Dies gilt neben Jura Ost auch für die zweite potenzielle Standortregion Zürich Nordost.