Technologie
Ein Blick hinter die Kulisse

Technikinteressierte und Schaulustige pilgerten zu den Kabelwerken in Brugg. Diese öffneten für einen Tag die Tore ihrer Produktionshallen und informierten die Besucher über die verkabelte Welt,

Philippe Neidhart
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Musik dröhnt über das Gelände, im Regen stehen kleine Kinder mit Ballons in der Hand. Es riecht nach Pommes frites und Würsten – ein kleines Volksfest. Das grosse Festzelt mitten auf dem Areal der Kabelwerke Brugg ist voll, auf einer Bühne spielt eine Partyband. Erst wenn man eine Produktionshalle der Kabelwerke betritt, merkt man, dass es sich um einen Tag der offenen Tür handelt.

Über den ganzen Tag wurden Rundgänge durch die Hallen der Kabelwerke angeboten. Viele Maschinen waren in Betrieb und Mitarbeiter in blauen Poloshirts beantworteten die Fragen der Schaulustigen. Zusätzlich informierten Plakate über verschiedenste Kabeltypen und ihren Anwendungsbereich. Wem dies zu wenig aussagekräftig war, konnte selbst Hand anlegen und unter professioneller Anleitung ein Kabel herstellen. Dieses durfte, nachdem es getestet wurde, als Andenken mit nach Hause genommen werden.

Lasershow und Elektrovelos

Nebst den Rundgängen sorgte eine Lasershow, die an eine Disco aus den 80er-Jahren erinnerte, für Aufmerksamkeit. Auch Partner von Brugg Cables zeigten Präsenz. Die IBB boten den Besuchern die Möglichkeit, elektronische Fahrzeuge zu testen. Nebst Velos war sogar ein elektronischer Sportwagen mit von der Partie.

Ein Höhepunkt war die Blitzshow im Hochspannungslabor der Kabelwerke. Hinter dicken Glasscheiben und mit genügend Abstand wurden die Zuschauer Zeuge von Blitzeinschlägen in einen Baum und dessen Auswirkungen. Als finale Showeinlage wurde ein bemanntes Auto mehrmals unter Strom gesetzt.

Aufklärungsarbeit leisten

Nebst den Kabelwerken bot auch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) einen Einblick in seine tägliche Arbeit. Die Behörde hielt Vorträge zu aktuellen Themen rund um die Radioaktivität. Ausserdem informierte es über das umstrittene Thema der Entsorgung radioaktiver Abfälle in Tiefenlagern.

Die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden mit dem Anlass. «Es waren immer Leute anwesend, so hatten wir Zeit, mit ihnen zu reden», sagt Anton Treier, Informationsbeauftragter des Ensi. Dies sei ihnen auch wichtig gewesen. «Strahlen sind etwas Unfassbares», man müsse deshalb viel Aufklärungsarbeit leisten.