«Der Name Altersheim Eigenamt ist Geschichte», sagte Tobias Kull, Präsident des Altersheimvereins, anlässlich der Eröffnungsfeier am Samstag. Gleich zwei neue Logos wurden als Ersatz geschaffen; Haus Eigenamt – Kompetenzzentrum fürs Alter; Kafi Eigenamt – Gemütlichkeit und Genuss. Dieses Logos würden denn auch genau das repräsentieren, was den Verantwortlichen am Herzen liege – ein Ort der Begegnung zu sein und einen Ort zu bieten, wo die Menschen und deren Lebensqualität im Mittelpunkt ständen, sagte Kull.

Christian Bayer von der Baukommission unterstrich in seiner Rede, dass es ein erklärtes Ziel beim Umbau gewesen sei, mit kleinem Aufwand einen grossen Nutzen zu erwirtschaften. Vor allem die dunklen Böden in den Gängen und im Lift seien problematisch gewesen. «Viele Bewohner dachten, sie treten in den Abgrund.» Dem wurde nun Abhilfe geschaffen, indem überall helle Böden verlegt wurden. Allerdings sei die Wahl des neuen Materials gar nicht so einfach gewesen. Rutschfest sollte es sein, gut befahrbar für Rollatoren und nicht zu rau, falls jemand stürzen sollte.

So wertvoll wie die Bewohner

Dem Architekten Fritz Gläser lag vor allem auch der Eingangsbereich am Herzen. «Der Eingang ist die Visitenkarte», sagte er. Neu sind zwölf heimische Hölzer an den Wänden platziert, die für ein warmes, einladendes Ambiente sorgen.

Es seien wertvolle Hölzer, genau so wertvoll, wie die Damen und Herren, die im Haus Eigenamt wohnen würden, betonte Gläser. «Wir haben dank dem Umbau ein Juwel erhalten», meinte denn Hausleiter Martin Hüppi erfreut. Und er dankte den Bewohnern und dem Personal für die Geduld und das Verständnis, das sie während des Umbaus aufgebracht hätten.

Spenden sind willkommen

Am anschliessenden Rundgang konnten sich die Besucher ein Bild machen von den umgebauten Räumlichkeiten, den neuen Bodenbelägen, vom Wintergarten und dem Gartenbereich. Ein Teil des Erdgeschosses ist abtrennbar, sodass er tagsüber von Menschen mit einer Demenz sowie deren Betreuungspersonen genutzt werden kann.

Zudem wurde für diese Bewohner ein freier Zugang zum geschützten Garten geschaffen. Für den gesamten Umbau mit neuem Wintergarten und Garten der Begegnung wurde ein Kredit von rund 2 Mio. Franken gesprochen, wovon 180 000 Franken für den Garten eingesetzt wurden. Es sei einiges an Sponsorengeld eingegangen, sagte Gläser. Ein Kind habe sogar sein Sackgeld in Höhe von 4 Franken vorbeigebracht.

Auch künftig seien grosse und kleine Spenden willkommen. Denn ein Projekt gilt es noch zu realisieren. Ein Balkon soll so gestaltet und beschattet werden, dass er von Menschen, die nicht mehr in den Garten können, genutzt werden kann.