Remigen
Eichenwaldreservat geplant: Der Mittelspecht darf sich freuen

Für den Gemeinderat Remigen steht fest: Der vorhandene Eichenreichtum im Gebiet Schwändi/Bützberg soll erhalten bleiben und weiter gefördert werden. Gebildet werden soll deshalb ein 42,9 Hektaren grosses Eichenwaldreservat.

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Eichenwälder bieten seltenen Tierarten wie dem Mittelspecht wertvollen Lebensraum.

Eichenwälder bieten seltenen Tierarten wie dem Mittelspecht wertvollen Lebensraum.

AZ-Archiv

Eichenwälder sowie totholzreiche Wälder, führt der Gemeinderat Remigen aus, bieten vielen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum. Davon profitiere unter anderem der Mittelspecht.

Die Ortsbürgergemeindeversammlung entscheidet über die Vereinbarung über das Eichenwaldreservat mit dem Kanton sowie den Pflegevertrag samt Entschädigungen.

Das Reservat werte den Naherholungsraum wesentlich auf und garantiere eine schonende Bewirtschaftung, ist der Gemeinderat überzeugt. Die Förderung von seltenen Baumarten entspreche den Zielsetzungen des im Jahr 2010 neu erstellten Betriebsplans. «Aus finanzieller Sicht werden die Nutzungseinschränkung sowie die jährlichen Pflanz- und Pflegekosten angemessen entschädigt.»

Der Kanton bezahlt der Ortsbürgergemeinde einen pauschalen Beitrag von 24 000 Franken. Ein zusätzlicher Pflegevertrag über 15 Jahre regelt die Begründung und Pflege der neu anzulegenden Eichenjungwaldbestände gegen eine jährliche Entschädigung von 7200 Franken.

Kanalisation ist am Anschlag

An der Einwohnergemeindeversammlung steht ein Kredit von 336 000 Franken für die Sanierung der Kanalisation Winkel/Neumatt zur Diskussion. In diesem Gebiet fliesst das gesamte Abwasser der Gemeinde zusammen und wird entweder über das bestehende Regenbecken oder direkt der Abwasserreinigungsanlage (ARA) zugeleitet. «Das System vermag bei entsprechenden Regenereignissen die Wassermengen nicht mehr ausgeglichen abzuleiten», stellt der Gemeinderat fest.

Weiter befinden die Stimmberechtigten über Einbürgerungen sowie das Budget 2015 mit einem unveränderten Steuerfuss von 98 Prozent. Ein gesunder Finanzhaushalt ist eines der obersten Ziele des Gemeinderats. «Aus diesem Grund wird bei den anstehenden Investitionen darauf geachtet, dass die Ausgaben nach Möglichkeit auf Jahrestranchen verteilt werden können.» (mhu)

Gemeindeversammlung Donnerstag, 27. November, Turnhalle; 19.45 Uhr Ortsbürger; 20.15 Uhr Einwohner.

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