Schinznach
Ehemaliges Realschulhaus wird abgebrochen und durch Neubau ersetzt

Schritt für Schritt zum Schulhaus-Neubau: Die Stimmberechtigten entscheiden über einen Kredit für das Planerauswahlverfahren.

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Das Realschulhaus in Schinznach.

Das Realschulhaus in Schinznach.

zvg

Wie weiter mit dem ehemaligen Realschulhaus mit angrenzender Aula in Schinznach? Fakt ist: Beim Gebäude besteht Sanierungsbedarf. In der übergeordneten Immobilienstrategie, die der Gemeinderat erarbeiten liess, sind der Abbruch von Realschulhaus inklusive Aula sowie der Bau eines neuen Gebäudes vorgesehen. «Mit einem Neubau können die Flächendefizite von Aula, Spielgruppe und fehlender Klassenzimmer der Primarschule behoben werden», führt der Gemeinderat aus.

In einem ersten Schritt wird ein Kredit von 190 000 Franken für das Planerauswahlverfahren beantragt. Parallel sind laut Gemeinderat vertiefte Abklärungen bezüglich des Oberstufenstandorts mit dem kantonalen Departement Bildung, Kultur und Sport sowie den Vertragsgemeinden der Kreisschule Oberstufe Schenkenbergertal vorgesehen.

Zur Erinnerung: Im Juni 2013 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Kredit von 70 000 Franken für die Schulraumplanung. Der Grundlagenbericht des beauftragten Ingenieur- und Planungsbüros liegt inzwischen vor. In den Entscheidungsgrundlagen berücksichtigt werden sowohl die per Anfang dieses Jahres vollzogene Gemeindefusion von Schinznach-Dorf und Oberflachs zur neuen Gemeinde Schinznach als auch der Systemwechsel auf 6 Jahre Primarstufe und 3 Jahre Oberstufe.

Die beiden Primarschulanlagen verfügen gemäss Gemeinderat über sehr knappe Raumverhältnisse, die Schulgebäude seien aber – mit Ausnahme des ehemaligen Realschulhauses – mehrheitlich in einem guten baulichen Zustand.

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am 28. November die Schenkung der Aktien der Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal AG samt Aktionärsbindungsvertrags, ein Kredit von 125 000 Franken für die Sanierung des Kugelfangs der ehemaligen 50-Meter-Schiessanlage, die Landschaftsqualitätsbeiträge 2015–2022 von jährlich 8100 Franken, die Einbürgerung einer Familie sowie das Budget 2015 mit einem unveränderten Steuerfuss von 108 Prozent.

Der Gemeinderat weist auf die nicht beeinflussbaren Kostensteigerungen, schwankenden Steuererträge sowie neuen Aufgaben hin, die es immer schwieriger machen, ein ausgeglichenes Budget zu erstellen. «In Schinznach stehen mit der erforderlichen Schulraumerweiterung aufgrund der Schulraumplanung, dem Feuerwehrmagazin-Neubau, der Schwimmbad-Sanierung, dem Neubau Strickstrasse, der Erschliessung Schrann und der Sanierung der Veltheimerstrasse diverse grosse, bedeutende und finanziell einschneidende Projekte an, die zwangsläufig zu einem massiven Anstieg an Schulden führen», hält der Gemeinderat fest.

Aber: «Schinznach kann und will sich diesen fortschrittlichen Weg leisten, ohne dabei die eigene Leistungsfähigkeit zu überschreiten.» Anders gesagt: «Der Gemeinderat ist bestrebt, die attraktive Wohngemeinde weiterhin zu pflegen und zu fördern.» (mhu)

Gemeindeversammlung Freitag,
28. November, 20 Uhr, Aula Schinznach-Dorf.

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