Bezirk Brugg

Ehemalige SP-Einwohnerrätin Linda Baldinger kandidiert als Friedensrichterin

Linda Baldinger leitet seit über 10 Jahren das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Brugg.

Linda Baldinger leitet seit über 10 Jahren das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Brugg.

Die SP greift mit der Kandidatur der 64-jährigen Bruggerin für den Posten als Friedensrichterin einen FDP-Sitz an. Bei dieser Tätigkeit gilt es verschiedene Zivilstreitigkeiten zu schlichten, bei denen es auch ohne Gerichtsverfahren zu einer Einigung kommen kann.

Linda Baldinger ist ausgebildete Sozialarbeiterin und HR-Fachfrau. Sie leitet seit über 10 Jahren das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Brugg und bringt langjährige Erfahrung aus der Privatwirtschaft und sozialen Institutionen mit. Von 2004 bis 2011 war sie zudem SP-Einwohnerrätin in Brugg.

«Linda Baldinger geht diesen Sommer in Pension und kann sich somit voll und ganz der anspruchsvollen Tätigkeit als Friedensrichterin widmen», heisst es in einer Mitteilung der SP.

«Als RAV-Leiterin habe ich tagtäglich mit Personen in herausfordernden Lebenssituationen und aus verschiedenen sozialen Umfeldern zu tun», lässt sich Baldinger in der Mitteilung zitieren. «Als Friedensrichterin wird es mir ein zentrales Anliegen sein, mit Respekt und Menschlichkeit zwischen den beteiligten Konfliktparteien zu vermitteln.»

Die Friedensrichter sind die ersten Anlaufstellen bei Zivilstreitigkeiten. Dabei geht es etwa um familiäre Konflikte, Forderungsklagen oder Nachbarschaftsprobleme. Ziel dieses Schlichtungsverfahrens ist es, eine Einigung zu erzielen und damit die Gerichte zu entlasten. Im Bezirk Brugg gibt es fünf Friedensrichter.

Aktuell gehören drei der FDP an, einer der CVP und ein weiterer ist parteilos. Das übrige Spektrum ist nicht vertreten. «Für die SP ist es wichtig, dass die Zusammensetzung der Friedensrichter die verschiedenen partei- und gesellschaftspolitischen Haltungen der Bevölkerung im Bezirk Brugg widerspiegelt», heisst es.

Auch aus diesem Grund trete Baldinger am 4. März 2018 zur Ersatzwahl für die abtretende Friedensrichterin Rosmarie Keller-Haller (FDP) an. Konkurrenz erhält sie seitens der FDP, die mit Markus Büttikofer den Sitz verteidigen will. (az)

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