Brugg
Ehemalige Kugelfänge: Eine Altlast wird beseitigt

In Brugg will der Stadtrat zwei vor über 50 Jahren stillgelegte Kugelfangbereiche sanieren lassen – zum Schutz von Boden und Grundwasser. Das VBS und die Stadt Brugg übernehmen die Kosten zu je 50 Prozent.

Michael Hunziker
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Die alten Kugelfänge befinden sich links und rechts des heutigen Kugelfangs. cm

Die alten Kugelfänge befinden sich links und rechts des heutigen Kugelfangs. cm

Claudia Meier

Die Schiessanlagen auf dem Geissenschachen sind 2008 erneuert worden, damit der Schiessbetrieb sichergestellt werden kann. Jetzt ist vorgesehen, die beiden älteren, vor über 50 Jahren stillgelegten Kugelfangbereiche zu sanieren. Diese befinden sich auf beiden Seiten des heutigen Kugelfangs der 300-Meter-Anlage und sind teilweise bewaldet. An seiner Sitzung am 8. Mai entscheidet der Einwohnerrat Brugg über einen Kredit von 661 000 Franken für die geplanten Arbeiten.

«Zum Schutz der Umwelt und aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ist die Sanierung der stillgelegten Kugelfänge notwendig», hält der Stadtrat in seiner Botschaft fest. «Damit soll verhindert werden, dass weiterhin Schwermetalle und gesundheitsgefährdende Stoffe in den Boden und ins Grundwasser gelangen.» Durch die Lage im Gewässerschutzbereich sowie den geringen Flurabstand sei die Dringlichkeit hoch.

Das Ziel ist klar: Die Beseitigung des kontaminierten Bodenmaterials erfolgt durch Aushub, Triage und umweltgerechte Entsorgung. Ein vom Stadtrat beauftragtes Fachbüro untersuchte die ehemaligen Kugelfangbereiche und erarbeitete die historischen und technischen Grundlagen. Eine erste Schiessanlage wurde ab 1896 betrieben und diente sowohl den zivilen als auch den militärischen Schiessübungen.

Gemäss Stadtrat konnte «basierend auf der Rekonstruktion der Verursacheranteile» ein «nachvollziehbarer und plausibler» Verteilschlüssel für die Aufwendungen der Massnahmen gefunden werden: Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sowie die Stadt Brugg übernehmen je 50 Prozent. Nach Abzug aller Beiträge von Bund und Kanton belaufen sich die Nettoinvestitionskosten für Brugg auf rund 135 000 Franken. Der Stadtrat plant, die Sanierungsarbeiten ab Ende September dieses Jahres bis spätestens März 2016 ausführen zu lassen.

Einwohnerrat Brugg Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr, Rathaussaal.

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