Brugg
Duftkerzen und Schneesport: Wie Brugger durch den Winter kommen

Um fit und glücklich durch den Winter zu kommen, haben die Brugger verschiedene Strategien. Die einen gehen Snowboarden oder Skifahren, die anderen einfach spazieren und die dritten zünden zuhause des öftern Duftkerze an.

Luisa Bider
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Joggen: Für einige auch im Winter unentbehrlich. Bei Minustemperaturen sollte jedoch auf warme Kleidung geachtet werden.Keystone

Joggen: Für einige auch im Winter unentbehrlich. Bei Minustemperaturen sollte jedoch auf warme Kleidung geachtet werden.Keystone

Der Winter naht: was für einige besinnliche Stunden mit einer Tasse Tee und einem Buch bedeutet, ist für andere eine kalte, mühsame Zeit. Der Nebel hängt bis zum frühen Nachmittag über den Häusern, die Sonne scheint kaum und man ist den ganzen Tag müde – ideale Voraussetzungen für eine sogenannte Winterdepression.

Um gesund und zufrieden durch den Winter zu kommen, haben die Brugger Passanten und Geschäfte verschiedene Strategien. So erzählt Cornelia Stalder, Inhaberin des Esoterikgeschäfts Isis World in der Brugger Altstadt, dass im Winter Duftöle und Duftkerzen sehr gefragt seien. «Besonders Zitrusfrucht-Düfte laufen sehr gut, da sie sehr leicht sind, eine gute Stimmung verbreiten und dadurch Winterdepressionen vorbeugen.»

Auch Brigitta Coray, Mitinhaberin des Geschäfts für Wohnen und Geschenke apart., stellt winterliche Kauftrends fest: «Weil die Leute im Winter mehr zu Hause sind, haben sie oft das Bedürfnis, neu einzurichten oder anders zu dekorieren. Besonders Windlichter und Lampen laufen sehr gut – eigentlich alles, was mit Licht zu tun hat», so Coray.

Ein weiterer Wintertrend ist Schokolade, wie «Vanille und Zimt»-Inhaberin Lotta Widmer feststellt. Dieser Trend liess sich auch im diesjährigen Jahresbericht von Lindt & Sprüngli feststellen: Wegen des kalten Winters verkauften sie 40 Prozent mehr Schokolade als im Jahr zuvor. Ein möglicher Grund: Schokolade enthält das Glückshormon Serotonin und hilft, den Winter durch zufrieden zu bleiben.

Erik, 11, Remigen «Ich gehe im Winter gerne mit meinem Bruder Ski fahren und schlitteln. Zu Hause schaue ich mehr fern und spiele mehr Videospiele als im Sommer, weil es draussen so kalt ist. Damit ich zu Hause schön warm habe, benutze ich im Winter eine dickere Decke.»
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Walter Neukomm, 75, Schwaderloch «Ich habe extra zu Hause einen Pellets-Ofen installiert, damit es warm bleibt. An Weihnachten gehe ich nach Dänemark, um meine Familie zu besuchen. Es ist schön, in dieser Zeit mit der Familie Zeit zu verbringen. Sonst halte ich mich Arbeit beschäftigt – davon habe ich genug.»
Maria Lopez, 38, Brugg «Ich ziehe mich wärmer an und dekoriere mein Zuhause. Um fit zu bleiben, gehe ich viel spazieren und koche gesundes Essen: Vor allem Gemüse und Früchte kommen dann bei uns auf den Tisch. Ausserdem passe ich gut auf, dass mein Sohn und ich nicht krank werden.»
Saci Khan, 22, Niedergösgen «Um fit durch den Winter zu kommen, bin ich viel im Fitnessstudio und rappe gerne mit meiner Gruppe GLB. Zu Hause stelle ich manchmal Duftkerzen mit Vanille und Lavendel auf, um ein wenig Romantik zu schaffen. Man muss halt den Frauen schon etwas bieten.»
Sandro Kern, 24, Stilli «Zu Hause dekoriere ich nicht speziell, und den Winter mag ich eigentlich auch nicht so. Zum Snowboarden ist es aber super. Weil ich draussen arbeite, muss ich mich mit dem Winter abfinden: Irgendwann gewöhnt man sich an die Kälte. Man muss sich halt richtig anziehen.»
Rita Strässle, 59, Brugg «Ich gehe im Winter gerne ‹lädele› oder schaue fern. Ich gehe oft mit den Hunden meines Nachbarn spazieren, um ein bisschen nach draussen zu kommen. Manchmal fahre ich auch mit meinem Schwager und meiner Schwester in die Höhe, um aus dem Nebel zu kommen.»
Jill, 13, Rüfenach «Ich nutze die Vorteile des Winters und gehe sehr gerne Ski fahren, schlitteln und Schlittschuh fahren. Wenn kein Schnee vorhanden ist, treffe ich mich gerne mit Freunden. Zu Hause trinke ich gerne mal eine warme Schoggi, um warm zu bleiben.»

Erik, 11, Remigen «Ich gehe im Winter gerne mit meinem Bruder Ski fahren und schlitteln. Zu Hause schaue ich mehr fern und spiele mehr Videospiele als im Sommer, weil es draussen so kalt ist. Damit ich zu Hause schön warm habe, benutze ich im Winter eine dickere Decke.»

Lilja Timcke

Weitere Laster der kalten Jahreszeit sind laufende Nasen und hartnäckiger Husten. «Neben unseren Erkältungs- und Grippemitteln sind Tee und Aufbaupräparate gefragt», sagt die Drogistin Vanessa Picone aus der Neumarkt-Drogerie. Für viele der Brugger Befragten spielt die gesunde Ernährung und die Bewegung im Winter eine grosse Rolle. Oft ist aber genau das Gegenteil der Fall: Deftiges Essen wie Älplermagronen oder Raclette ist für einige unverzichtbar und verleiht in der kalten Jahreszeit einen gewissen Trost.