Klingnau/Oberflachs/Seengen
Drei Kinderheime machen sich fit für die Zukunft

Die Stiftungen der Schulheime St. Johann, Schloss Kasteln und Friedberg wollen näher zusammenrücken. Als Vision formulieren die drei Heime eine kantonsweit tätige Organisation mit einem breit gefächerten Angebot im Kinder- und Jugendbereich.

Angelo Zambelli
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Das Schulheim St. Johann in Klingnau (im Vordergrund) sucht die Partnerschaft mit den Schulheimen Schloss Kasteln und Friedberg.

Das Schulheim St. Johann in Klingnau (im Vordergrund) sucht die Partnerschaft mit den Schulheimen Schloss Kasteln und Friedberg.

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«Einen Schritt voraus zu sein bedeutet, mit Mut neue Wege zu gehen und dabei auch Partnerschaften zu schliessen.» Mit diesem Satz eröffnen die Trägerschaften und Gesamtleitungen der Schulheime St. Johann in Klingnau, Friedberg in Seengen und Schloss Kasteln in Oberflachs, dass sie noch in diesem Jahr eine neue Trägerschaft für die drei Institutionen für Kinder mit sozialer Beeinträchtigung gründen wollen.

Als Vision formulieren die drei Heime eine kantonsweit tätige Organisation mit einem breit gefächerten Angebot im Kinder- und Jugendbereich. Eine Organisation, die Synergien nutzt, ihre Position für die Zukunft stärkt und in der Lage ist, flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse zu reagieren.

Grössere Angebotspalette

Die Trägerschaften und Gesamtleitungen der drei Schulheime sind der Ansicht, ein Zusammenschluss bringe Vorteile für Kinder, Jugendliche, Leistungsbesteller und Mitarbeitende. Als konkrete Vorteile aufgelistet werden eine grössere Angebotspalette, mit der die unterschiedlichen Bedürfnisse abgedeckt werden können, ein vereinfachtes Aufnahmeverfahren – «mit einem Anruf werden drei Institutionen erreicht» – sowie eine verbesserte Ausbildung und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Als weiterer Vorteil des Zusammenschlusses sehen die drei Stiftungen den gezielteren Einsatz von Mitteln und Ressourcen.

Ziele der neu zu gründenden Organisation sind die Bildung einer Trägerschaft für alle drei Institutionen, die Definition gemeinsamer Prozesse, die Nutzung von Synergien in allen Leistungsbereichen sowie die Optimierung der Infrastrukturen. Angestrebt wird mit dem Projekt eine bestmögliche Kundenzufriedenheit sowie grösstmögliche Sicherheit in der längerfristigen Entwicklung.

Vier Jahre Vorbereitung

Der Kooperationsprozess wurde vor vier Jahren gestartet und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Vorgesehen ist, dass alle bestehenden Angebote an den heutigen Standorten weitergeführt und die Kulturen der einzelnen Institutionen bewahrt werden.

Im Jahresbericht des Schulheims St. Johann Klingnau ist das Projekt ausführlich dargestellt. Darin wird festgehalten, dass die Abteilung Sonderschulen, Werkstätten und Heime im Departement Bildung, Kultur und Sport in den laufenden Prozess involviert ist und dem Zusammenschluss positiv gegenübersteht.

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