Gleich drei junge Musiker spielen dieses Jahr mit dem Siggenthaler Jugendorchester SJO zusammen das Mendelssohn-Violinkonzert in e-Moll und das Dragonetti-Kontrabasskonzert in A-Dur. Gemeinsam ist Lina Humbel, Melissa Chen und Mischa Tapernoux nicht nur ihre Begeisterung für die Musik, sondern auch, dass sie normalerweise nicht als Solisten vom Orchester begleitet werden, sondern selbst Teil des Orchesters sind. Dieser Perspektivenwechsel ist für alle eine einmalige Erfahrung.

Der musikalische Leiter des SJO, Marc Urech, sagt dazu: «Als ich selbst als junger Student erstmals solistisch mit einem Orchester spielte, hat dies meine weitere musikalische Entwicklung auf allen Ebenen positiv verändert.» In diesem Lebensabschnitt würden intensive solistische Erfahrungen mit Vortragsübungen, Wettbewerben und durch Sinfonien, die auch im SJO regelmässig aufgeführt werden, gesammelt. Das solistische Spiel erschliesse neue spieltechnische Erfahrungen und bestärke emotional die heranwachsenden musikalischen Persönlichkeiten.

Lina Humbel, Melissa Chen und Mischa Tapernoux spielen seit vielen Jahren im SJO und beginnen alle ein Studium an einer Musikhochschule. Humbel spielt das Konzert für Kontrabass und Orchester in A-Dur von Domenico Dragonetti. Sie ist 1999 in Brugg geboren und seit 2013 im SJO aktiv. Sie schätzt es, dass sie nun erstmals als Solistin auftreten und so neue und wertvolle Erfahrungen sammeln kann.

Melissa Chen spielt den 1. und 2. Satz des Violinkonzerts in e-Moll von Mendelssohn. Die Wettingerin mit Jahrgang 1998 spielt seit 2016 im SJO. Als Solistin fühle sie sich von ihren Gspänli im Orchester unterstützt, sagt sie. «Sie sagen uns nach der Probe, dass wir uns verbessert haben, was sehr ermutigend ist.» Mischa Tapernoux spielt den 3. Satz desselben Violinkonzerts. Er ist 1998 in Uster geboren und meint: «Als Solist hat man mehr Druck und Nervosität. Eigentlich spiele ich lieber im Orchester.» Gespielt wird zusätzlich zu den bereits erwähnten Konzerten noch die Sinfonie Nr. 1 in C-Dur von Beethoven.