Mülligen

Dorfweihnacht: Kerzenlicht zaubert ein Lächeln aufs Gesicht

«Mer schenked eui es Liecht» – Kindergärtler sowie Schülerinnen und Schüler präsentierten eine besinnliche und amüsante Dorfweihnacht.

Der riesige Christbaum ragt bis unter die Turnhallendecke. Die grossen Kugeln und Sterne leuchten, noch sind die Kerzen aber nicht angezündet. Einzig die von den Schülern mit buntem Papier verzierten Teelichter auf den dekorierten Tischen, spenden Licht.

Und darum geht es in der Mülliger Weihnachtsgeschichte: Um das Licht und was alles damit verbunden ist. Aus einem grossen Buch lesen Schülerinnen und Schüler abwechslungsweise vor. Es geht um ein Dorf, in dem alle fröhlich sind. Sie tanzen und singen, feiern, haben immer eine Kerze dabei. Das Licht beflügelt sie.

Die Kindergärtler schwingen ihre bunten, leuchtenden Papiertüten hin und her und tanzen dazu. Das Schattenspiel zeigt, wie Geschenke ausgetauscht werden. Die Freude der Beschenkten ist durch die Mimik und das Schauspiel der Schüler gut sichtbar.

Sie singen «This little light of mine» oder «S’gröschte Gschänk vo de Wiehnacht». Witzig, wie die Kinder ihre persönlichen Wünsche präsentieren: «Ich wünsche mir Lego Ninjago», «ich wär gern Millionär» oder «ich hätte gern ein Pferd», sagen sie ins Mikrofon und schon steht das grosse Plüschpony auf der Bühne.

Impressionen von der Dorfweihnacht Mülligen

Impressionen von der Dorfweihnacht Mülligen

«Mer schenked eui es Liecht» – Kindergärtler sowie Schülerinnen und Schüler präsentierten eine besinnliche und amüsante Dorfweihnacht.

Der alte Mann mag kein Kerzenlicht

Nur ein alter Mann oben auf dem Berg teilt diese Freude nicht. Als er einmal ins Tal hinunter kommt, trifft er auf ein Mädchen, das ihm eine Kerze schenken möchte. Doch der alte Mann lehnt ab und lästert nur über diesen «Stumpen». Diese Begegnung prägt die Dorfbewohner, das Lächeln auf ihren Gesichtern ist bald Grimassen gewichen. Vorbei ist die Zeit der Feste. Jeder und jede hetzt nach Hause, um die letzte Kerze zu beschützen. Doch dann ist es ganz dunkel. «Ohne Licht ist es dunkel und kalt», wiederholen die Schülerinnen und Schüler ein ums andere Mal.

Wieder zu Hause, erkennt der Mann, dass er eigentlich ganz gern den Menschen unten im Dorf bei ihren Lichtfesten zugesehen hat. Er entfacht ein grosses Feuer. Die Kindergärtler tanzen, als züngelnde Flammen verkleidet. Schon bald erblicken die Menschen das Feuer auf dem Berg und besuchen den alten Mann. «Ich schenke Dir es Liecht» erklären sie und singen das Lied «En alte Stern».

Alle Kerzen am Christbaum werden angezündet und die Gäste in der Turnhalle singen gemeinsam mit den Kindern «Still esch d’Nacht». Schulpflegepräsidentin Erika Füglister bedankt sich bei den Kindern für ihren Auftritt und meint: «Ihr seid richtige Profis.»

Erika Füglister gibt ihr Amt nach über zehn Jahren ab, genauso wie Vizepräsidentin Bianca Schödler. Zum Dank erhalten die beiden ein grosses, farbiges Teelicht.

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