«Die Anforderungen, die an unseren Verein gestellt werden, werden je länger je grösser», betont Elisabeth Imhof, Vizepräsidentin des Aargauer Hospiz-Vereins.

Dieser ist in drei Bereichen aktiv: Ambulante Sterbegleitung zu Hause, stationäres Hospiz in Brugg mit sechs Betten sowie Offene Trauertreffs für Menschen, die einen Verlust beklagen (siehe Box). Gleichsam nebenbei lasse sich der Verein nicht führen, so Imhof, ergo habe sich eine operative Führung immer stärker abgezeichnet.

Gespannt auf neue Aufgabe

Im Rahmen einer organisatorischen Neuausrichtung wurde deshalb nach einer Co-Leitung Mittelbeschaffung/Öffentlichkeitsarbeit gesucht. Diese sollte zusammen mit der Co-Leiterin Pflege und Betreuung (Margrit Güntert) für die Führung und Entwicklung des Hospiz-Vereins verantwortlich sein.

Nun hat der Vorstand in seiner Dezember-Sitzung Rolf Tschannen (56) gewählt. Er, sowie Margrit Güntert (Leiterin des Brugger Hospizes), werden je ein 50-Prozent-Pensum innehaben. Margrit Güntert ist gespannt auf ihre neue Aufgabe, wie aber Hospiz-Leitung und Co-Geschäftsführung zu vereinen seien, müsse sich erst weisen, sagt sie.

Auf Einnahmen angewiesen

Co-Leiter Rolf Tschannen ist dem Thema Gesundheit – dank einer Ausbildung im Gesundheitswesen – stark verpflichtet. Tschannen war während Jahren als Marketingleiter im internationalen Umfeld eines pharmazeutischen Unternehmens sowie unter anderem sechs Jahre als Verkaufsleiter in Lateinamerika tätig.

«Der Vorstand des Hospiz-Vereins ist überzeugt, dass Rolf Tschannen das notwendige Rüstzeug mitbringt für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Mit dieser Anstellung erhoffen wir uns mehr Spenden, da der Verein keinerlei Subventionen erhält und dringend auf Einnahmen angewiesen ist.» Konkret: Der Hospiz-Verein lebt ausschliesslich von den Beiträgen seiner Mitglieder sowie von Legaten und Spenden.

So erhob beispielsweise die Kirchgemeinde Wettingen für ihr Neujahrskonzert am 6. Januar dieses Jahres keinen Eintritt, sondern eine Kollekte. Diese wurde dem Hospiz-Verein danach in der Hoffnung überreicht, dass dieser «das grosse Engagement für Schwerkranke und sterbende Menschen weiterführen kann.»