Die Rede von Kommandant Nico Jungo begann mit der Geschichte von Neil Armstrongs legendärem ersten Schritt auf dem Mond. Den Vergleich mit dem Schritt, den die Leutnants, Hauptfeldweibel, Fouriere und Wachtmeister mit ihrer Beförderung in der Stadtkirche Brugg tun durften, wollte er dann doch nicht ganz gelten lassen: «Wir sind hier ja nicht auf dem Mond, sondern stehen mit beiden Beinen auf der Erde.» Sein Motto sei es denn auch, jeden Tag mit ehrlicher, eben, bodenständiger Arbeit zu überzeugen, sowohl in seiner Führungsarbeit als auch für sich selbst.»

Zackig und trotzdem einfühlsam

Jungo befehligte die Beförderungsfeier mit militärischem Zack, gleichzeitig aber auch mit einer menschlichen, einfühlsamen Note. Er richtete seine Worte an die Freundinnen und Freunde der Beförderten, die Familien und Angehörige. «Es tut mir leid, wenn Ihre Soldaten an den vergangenen Wochenenden vielleicht etwas müde waren und nicht allzu viel Zeit für Sie hatten», sagte Jungo und schickte schmunzelnd hinterher: «Aber haben Sie vielleicht auch bemerkt, dass diese jungen Leute ihren Alltag und das ‹Hotel Mama› um einiges mehr zu schätzen wissen als vor dem Dienst?»

Helena Kistler, Tochter der Einwohnerratspräsidentin Silvia Kistler, sprach als junge Gastrednerin von freiwilliger, zusätzlicher Verantwortung: «Mit diesem Schritt tun Sie mehr als nur das Nötigste. Davon profitieren Sie selbst.» Auch zeigte sie sich beeindruckt von der Fitness, die man in seiner solchen Lebensschule erlange. «So fit, wie sie jetzt sind, werden die meisten von Ihnen wohl nie mehr sein.» Sie sprach aus Erfahrung: «Vor nicht allzu langer Zeit sass ich an Ihrer Stelle.»

Die zahlreichen hohen Offiziere, Angehörigen und Armeefreunde im Kirchenschiff erlebten den eigentlichen Beförderungsakt als feierliche Zeremonie. Vom Kirchenaltar bekam Kommandant Jungo einen Dolch nach dem anderen ausgehändigt und überreichte ihn den somit beförderten Soldaten. Diese, darunter zwei Soldatinnen, salutierten und reichten ihrem Kommandanten die Hand über die Schweizerflagge. Jungo sprach sie dann mit ihrem neuen Rang an und gratulierte.

Bis zum Ausmarsch der Frischbeförderten eine Stunde später hörte das Publikum immer wieder diverse Intermezzi des Rekrutenspiels 16/1 aus Aarau.