Hausen

Doch kein Abriss: Aktionsgruppe setzt sich für Dahli-Haus ein

Dahli-Haus im Dorfzentrum mit dem Schumacherhüsli (links). (H.P.W.)

Dahli-Haus im Dorfzentrum mit dem Schumacherhüsli (links). (H.P.W.)

Zwischen Gemeinderat und Aktionsgruppe Dahli-Haus hat eine Aussprache stattgefunden. Die Zukunft des ältesten Hauses des Dorfes ist aber weiterhin ungewiss.Der Gemeinderat überlässt die Konzeptarbeit der Aktionsgruppe.

Letzten Sommer äusserte der Gemeinderat Hausen die Absicht, das Dahli-Haus abreissen zu lassen, falls sich keine Interessenten für die Rekonstruktion und Umnutzung meldeten (die az berichtete). Im vergangenen November formierte sich eine 13-köpfige Aktionsgruppe, die sich die Erhaltung und Umnutzung des Dahli-Hauses auf die Fahne schrieb. Diese Woche nun kam es auf Anregung der Aktionsgruppe zu einer ersten Aussprache zwischen fünf Delegierten und dem Gemeinderat.

Abriss ist sistiert

«Der Abriss des Dahli-Hauses ist vorläufig vom Tisch», fasst Gemeindeschreiber Christian Wernli das Gespräch zusammen. Der Gemeinderat habe erfreut zur Kenntnis genommen, dass sich eine Aktionsgruppe gebildet habe und wollte mit der Abriss-Drohung vor allem provozieren. Die Exekutive wolle sich aber in Zukunft neutral verhalten, so Wernli.

Der Gemeinderat überlässt die Arbeit und detailliertere Abklärungen also weiterhin der Aktionsgruppe. Wernli dazu: «Der Gemeinderat will den Prozess aktiv verfolgen, aber nicht aktiv mitgestalten.»

Vereinsgründung wird geprüft

Delegierte der Aktionsgruppe betonten die Einmaligkeit des Dahli-Hauses mit der markanten Walmdach-Landschaft, der Hochstud-Konstruktion und der Kleinwohnung des ehemaligen Tagelöhners Hans Dahli. Das Haus biete sich als Begegnungsort für die rasch wachsende Gemeinde im Dorfzentrum an, so Ruth Kälin, Moderatorin der Aktionsgruppe. «Es braucht eine Rekonstruktion», sagt Mitglied Hans-Peter Widmer. Wichtig sei Form und Grösse der Räume zu erhalten und nicht das Gebäude unter Schutz zu stellen. Die Nutzungsvorschläge sind vielfältig: Veranstaltungsort, kleines Museum, Büroräumlichkeiten und vielleicht sogar Studentenwohnungen.

Die Aktionsgruppe prüft nun eine Vereinsgründung. «Wir haben zwar noch kein Geld, sind aber bereit, unser Möglichstes zu tun», so Widmer. «Erhaltung und Nutzung können aber nicht privatisiert werden.»

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