Die Bildungslandschaft verändert sich. An der Gemeindeversammlung in Schinznach stehen Kredite von insgesamt 227'000 Franken zur Diskussion für ein Informatikkonzept an der Primarschule.

Die Digitalisierung prägt die Gesellschaft, die Bedeutung der digitalen Medien nimmt zu, stellt der Gemeinderat fest und verweist auf den neuen Aargauer Lehrplan, der das Modul «Medien und Informatik» beinhaltet. «Digitale Medien werden in der Schule häufiger als didaktische Mittel für die Gestaltung eines zeitgemässen, differenzierenden Unterrichts eingesetzt», führt die Behörde aus. «Zunehmend entstehen Lern- und Testsysteme sowie Lehrmittel, die ganz oder teilweise auf elektronischen Ressourcen aufbauen und entsprechend eine technologische Grundausstattung an den Schulen erfordern.» Die Schulpflege misst dem Informatikkonzept einen sehr hohen Stellenwert zu. Der Gemeinderat spricht gar von einem Meilenstein für die Schule Schinznach in pädagogischer und schulischer Hinsicht. Vorgesehen ist die Einführung des Medien- und Informatikkonzepts hauptsächlich im Schuljahr 2019/20.

Kosten können eingespart werden

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Donnerstag, 6. Juni, über einen Zusatzkredit von insgesamt 187'000 Franken für die Sanierung der Rebbergstrasse Oberflachs, zweiter Teil. Bereits im vergangenen November wurden 240'000 Franken bewilligt für die Sanierung eines Strassenteilstücks. Aufgrund eines Einfamilienhausneubaus müsse die AEW Energie AG die Stromversorgung erweitern, hält der Gemeinderat fest. Werden im betroffenen Abschnitt die für das Jahr 2023 geplanten Sanierungsmassnahmen vorgezogen und zusammen mit der AEW Energie AG umgesetzt, könnten Synergien genutzt und Kosten eingespart werden.

Die Rechnung 2018 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Gewinn von rund 138'000 Franken (Budget 0 Franken) ab. Hauptgrund für das bessere Ergebnis ist gemäss Behörde das erfreuliche Steuerergebnis. Die Sollstellungen der Einkommens- und Vermögenssteuern liegen rund 170'000 Franken über dem Budget.

Pflegefinanzierung ist Sorgenkind

«Dem Rechnungsjahr 2018 ist eine sorgfältige und genaue Budgetierung der Aufwendungen vorausgegangen», so der Gemeinderat. «Die Ausgabendisziplin ist sehr erfreulich.» Die grösste Abweichung und das grösste Sorgenkind seien im Bereich Gesundheit bei der Pflegefinanzierung zu finden.

Investiert wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 1,9 Millionen Franken – hauptsächlich in den Neubau des Feuerwehrmagazins. Zusätzlich wurden das Projekt Ersatzneubau Aula/Realschulhaus sowie die Masterplanung vorangetrieben. Per Ende 2018 hat die Gemeinde eine Nettoschuld von 1,021 Millionen Franken (Vorjahr 817'000 Franken). (mhu)