Brugg/Leuggern

Digitale Pioniere: Die Emmenegger-Zwillinge modernisieren die KMU-Landschaft

David und Philipp Emmenegger (v. l.) sind die Gastreferenten.

David und Philipp Emmenegger (v. l.) sind die Gastreferenten.

Die beiden ehemaligen Fachhochschul-Studenten aus Leuggern referieren zehn Jahre nach ihrem Bachelor-Abschluss über ihre Tätigkeit.

Die ehemaligen Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch, David und Philipp Emmenegger, haben im Rahmen einer Vorlesung an der Hochschule für Wirtschaft ihre IT-Firma Itegrity AG vorgestellt und den Betriebsökonomie-Studierenden interessante Einblicke in das Leben eines Unternehmers gewährt.

Zehn Jahre nach ihrem Bachelorabschluss kehren die beiden an ihre alte Wirkungsstätte zurück. In dieser Zeit ist viel geschehen. Die Jahre der Selbstständigkeit vergleichen sie mit einer Achterbahnfahrt. Nach ihrem Abschluss an der FHNW fanden sie sich als Miteigentümer des Start-ups Coresystems AG wieder. Nach erfolgreichem Aufbau der Softwarefirma mit Ablegern in Europa, Asien und den USA wurde die Firma schliesslich an den Weltkonzern SAP verkauft.

Die Angst vor der Digitalisierung ist unbegründet

Nach weiteren Engagements gründete Philipp Emmenegger schliesslich den Softwaredienstleister Itegrity AG, der in Brugg sein Domizil hat. Die Itegrity AG ist spezialisiert auf die Digitalisierung von Unternehmensprozessen und trifft damit genau den Zeitgeist.

Angesprochen auf die Ängste der Arbeitnehmer, aufgrund der Digitalisierung nutzlos zu werden, entgegnet Philipp Emmenegger entschieden: «Die Angst vor der Digitalisierung ist grundsätzlich völlig unbegründet. Die Arbeitnehmer müssen mit dem Wandel der Zeit schreiten und sich auf die Digitalisierung einlassen.

Angst vor dem Jobverlust muss nur derjenige haben, der sich komplett gegen die Digitalisierung stellt.» Weiter führt er aus, dass es nicht nur wichtig sei, den Arbeitnehmenden die Ängste vor der Digitalisierung zu nehmen, sondern auch den KMU. Die Itegrity AG setzt dabei auf individuell zugeschnittene Lösungen und nimmt die KMU während des Digitalisierungsprozesses an die Hand.

Geschäftsführer plaudern aus dem Nähkästchen

Auf die Frage eines Studierenden, wie sie den Millionendeal von Coresystems denn gefeiert hätten, antwortet Philipp Emmenegger grinsend: «Am Ende des Abends waren die Corona-Bier-Reserven der Bar vollends ausgeschöpft.» Natürlich feierten sie diesen glorreichen Abend mit all ihren Investoren, Management-Kollegen und Mitarbeitenden.

Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden steht in der Philosophie der beiden, wie man eine Unternehmung führt, an oberster Stelle. Sie raten den zukünftigen Betriebsökonomen, sich stets Zeit zu nehmen für die Mitarbeitenden und auf ihre Wünsche und Probleme einzugehen. Zuletzt gaben sie den Studierenden mit auf den Weg, dass die Firma nur das widerspiegeln kann, was das Management vorlebt.

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