Extrazug

50 Kinder fahrenmit dem «Extrazug zum Samichlaus» durch drei Bezirke

Einmal mit dem Samichlaus Zug fahren. Dieser Traum wurde für rund 50 Kinder wahr. Sie reisen mit Chlaus und Schmutzli durch die drei Aargauer Bezirke Baden, Brugg und Laufenburg.

Augen sind das Tor zur Seele, wie man so schön sagt. Das Funkeln in den Augen von Kurt Nägeli alias Samichlaus und Peter Zollinger alias Schmutzli verrät, dass der vorweihnachtliche Brauch nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt: «Es war wunderschön mit den Kindern. Wir sind oberglücklich», schwärmen sie.

Seit drei Jahren reisen Nägeli und Zollinger aus dem Kanton Zürich nach Frick, um mit dem «Extrazug zum Samichlaus» durch die Bezirke Baden, Brugg und Laufenburg zu fahren und um den Kindern eine Freude zu bereiten. «Die Märchenwelt, in der Kinder leben, wird in der heutigen hektischen Zeit immer wichtiger. Mit uns wird eine Geschichte für einen Moment Wirklichkeit», sagt Nägeli.

Der Samichlaus sei ein heller Schein in der dunklen Winterzeit und bereite Vorfreude auf Weihnachten. Um möglichst echt zu wirken, hat sich Nägeli während vier Wochen einen Bart wachsen lassen. «Einmal sagte ein Dreikäsehoch zur mir: ‹Du bisch jo gar ned ächt.› Nachdem er an meinem Bart gezupft hatte, war die Welt für ihn wieder in Ordnung», erinnert er sich und lacht.

Extrazug: Der Samichlaus beglückt die Kinder im Zug

Der Samichlaus beglückt die Kinder im Zug

Bevor Nägeli und Zollinger verkleidet in den Zug steigen, ist ein bisschen Nervosität zu spüren. «Die Kinder können im Zug nicht vor uns fliehen», sagt Nägeli. Ihnen sei wichtig, den Kindern keine Angst einzujagen. Keine Erziehungsfiguren also? «Als Respektspersonen wollen wir ihnen aufzeigen, was sie besser machen können», sagen sie. Nägeli: «Der Samichlaus ist ein guter Mann, bei dem Wünsche deponiert werden können.

Er ist ein Hoffnungsträger, der Kindern Halt geben sollte.» Leider werde der Samichlaus oft von Erwachsenen zur Erziehung missbraucht. Auch der Schmutzli will eine beruhigende Rolle einnehmen und sogar vom Samichlaus ablenken. «Je nach Kind kann ich schon einfliessen lassen, dass ich einen Sack bei mir habe.» Wichtig sei, auf jedes Kind individuell einzugehen, ohne Furcht einzuflössen.

Interview mit Samichlaus und Schmutzli

Interview mit Samichlaus und Schmutzli

Doch dies gelingt den beiden nicht immer von Anfang an. Einige Kinder verstecken sich hinter der Grossmutter, andere weinen oder vergessen ihr Sprüchli. Doch zu guter Letzt mögen Samichlaus und Schmutzli mit ihrer ruhigen Art zu verzaubern, bis alle Furcht verschwunden ist, der Abschied sogar schwerfällt und das Glück auf beiden Seiten ist.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1