Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung in den Frühlingsferien, das bietet der Ferienpass Brugg und Umgebung. Kochen, Tanzen und Lego-Roboter programmieren, sind nur drei der angebotenen Kurse.

In der Turnhalle Schützenmatt in Brugg steht Rebecca Bachmann und vor ihr eine Gruppe Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren. Bachmann, die ein Tanzstudio betreibt, zeigt den Kindern eine Choreografie vor, die sie nachtanzen sollen. Die Kinder, mehrheitlich Mädchen, machen motiviert mit. Halten die Hände in die Höhe, springen hin und her und machen immer das, was die Kursleiterin vorzeigt. Am Ende des Kurses soll die Choreografie schliesslich sitzen, um sie den Eltern vorzuführen.

Ein anderer Kurs wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz angeboten. Im ganzen Technikraum fahren Lego-Roboter herum. Der Kursleiter Christoph Meyer erklärt den Kindern, diesmal ausschliesslich Jungs, wie ein solcher Roboter funktioniert. Beispielsweise dass er einen eingebauten Sensor hat, damit er automatisch umkehrt, wenn er sich der Wand nähert. Die Knaben spielen mit den Robotern, lassen sich das Programmieren erklären und probieren eigene Ideen aus.

Besonders beliebt: Schokoladenfabrik

Weiter geht es in der Kochschule des Schulhauses Freudenstein. Gaby Spörri bietet hier den Kurs «Feines Essen kochen» an. 20 Kinder stehen zwischen den Küchenkombinationen, schälen und raffeln Kartoffeln, mixen den Kuchenteig oder lesen das Rezept nochmals genau durch. «Wir kochen heute Verschiedenes aus Rösti, die Gruppe hier macht zum Beispiel Rösti-Hot-Dogs», erklärt Gaby Spörri. Auch ein Dessert soll es geben, passend zur Jahreszeit gibt es verschiedene Osterkuchen. Dies sind nur drei der Kurse, die der Ferienpass Brugg in diesem Jahr im Angebot hat. Gesamthaft konnten die Kinder aus rund 50 Angeboten auswählen und zum Beispiel auch einen Nachmittag mit Alpakas verbringen, einen Tauch-Schnupperkurs im Hallenbad absolvieren oder Brotbacken im Holzofen.

Besonders beliebt seien in diesem Jahr das Besichtigen der Schokoladenfabrik und Töpfern, sagt Franziska Maier vom Organisationsteam und ergänzt: «Dafür läuft Schminken dieses Jahr erstaunlicherweise eher weniger gut.» Die Kinder können drei Kurse auswählen, die sie machen möchten. Je nach Kurs bezahlen sie unterschiedlich viel, um daran teilzunehmen. 280 Kinder haben sich heuer für den Ferienpass angemeldet, das seien massiv weniger als noch vor ein paar Jahren, sagt Maier: «Wenn das so weitergeht, lohnt es sich irgendwann nicht mehr, den Aufwand zu betreiben.»

Mehere OK-Mitglieder gesucht

Der Ferienpass gibt für die Organisatorinnen viel Arbeit. Bereits im September beginnen sie wieder damit, Kursleiter für nächstes Jahr zu suchen. Und zusätzlich müssen sie sich dieses Jahr auch auf die Suche nach neuen OK-Mitgliedern machen, weil gleich mehrere Frauen zurücktreten. Doch der grosse Aufwand zahle sich aus, sagt Maier: «Die Kinder sind dankbar und freuen sich, dass man Zeit hat für sie.» Und sie freut sich schon, wenn sie nächste Woche mit einer Gruppe Kinder den Sinnespfad in Frick besuchen darf.