Die Festivitäten vom 27. bis 29. Juni 2014 werden den Thalheimern aus dem Schenkenbergertal und den Gästen aus 16 gleichnamigen Ortschaften aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Rumänien sowie aus den Nachbargemeinden zweifellos in bester Erinnerung bleiben.

Das gegen 800 Einwohner zählende Aargauer Thalheim richtete zu seinem Jubiläum ein würdiges Fest aus, das wohl bei allen Besuchern aus nah und fern Anklang gefunden haben dürfte. Dazu stellvertretend das Fazit eines Ehepaars aus dem deutschen Landkreis Tübingen: «Es gefällt uns hier in jeder Hinsicht sehr gut, denn wir fühlen uns bestens aufgenommen, und das Dorf empfinden wir als wunderschön.»

Der Grund für die Anwesenheit zahlreicher ausländischer Besucherinnen und Besucher lag darin, dass das 950-Jahr-Jubiläum der Gemeinde mit dem 54. internationalen T(h)alheimer Treffen kombiniert wurde. Dessen Programm vom Samstagnachmittag umfasste die gruppenweise durchgeführten Aktivitäten 300-Meter-Schiessen, Dorfrundgang, Besichtigung der Ruine Schenkenberg und des Römer-Rebberges, Einführung in die typische Schweizer Sportart Hornussen sowie Dampfbahnfahrt in der Gärtnerei Zulauf in Schinznach.

Das allgemeine Festprogramm vom Samstag bot Gelegenheit zum Besuch der in der Turnhalle präsentierten Ausstellung mit historischen Thalheimer Fotos und Dokumenten sowie 53 von der Niederlenzerin Therese Müller in jahrelanger aufwändiger Handarbeit hergestellten Puppen in Trachten aus allen Kantonen der Schweiz. Gebührende Beachtung fanden auch ein Dutzend aus dem Dorf stammende, im Freien aufgereihte Traktoren und Mähmaschinen aus vergangenen Zeiten.

Zudem war der Spielpädagoge Hans Fluri von der Brienzer Akademie für Spiel und Kommunikation vor Ort, um die Thalner Schülerinnen und Schüler zu Aktivitäten in Sachen Geschicklichkeit zu animieren. Für kurze Zeit einsetzender strömender Regen leitete sodann über zum vom Gemischten Chor Thalheim unter der Leitung von Jolanda Wettstein mit «Mir Senne heis luschtig», «Im Aargäu sind zweu Liebi» und dem «Thalheimer-Lied» umrahmten Dorfapéro in der Turnhalle.

Gemeindeammann Roland Frauchiger gab seiner Freude über das auf den 950 Jahren seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Thalheim basierende Jubiläum Ausdruck, bevor Landammann Roland Brogli die Gratulationen des Regierungsratskollegiums überbrachte und als Geschenk eine schmucke Aargauer Wappenscheibe überreichte. Im Namen der Gemeinden Auenstein, Biberstein, Schinznach, Schinznach-Bad, Veltheim, Villnachern, Densbüren, Küttigen und Zeihen gratulierte auch der Schinznacher Gemeindeammann Urs Leuthard und hob die fruchtbare Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen hervor.

Zudem kündigte er das Geschenk von drei Linden an Thalheim an, welche dem Vernehmen nach demnächst beim Schulhaus gepflanzt werden. Symbolisch überreichte Leuthard seinem Amtskollegen als Überbrückung bis zur ersten «Ernte» einige Schachteln Lindenblütentee und als Starthilfe für die Bäume eine Flasche Wasser aus dem Tal. Die Bemerkung «Wir Nachbargemeinden hoffen natürlich auf eine Einladung zum Teetrinken in Thalheim» sorgte für allgemeine Erheiterung.