Brugg
Diese Pfosten sollen weitere Irrfahrten in die Bahnhofs-Unterführung verhindern

Neue Absperrungen am Bahnhof halten künftig Autofahrer davon ab, die Treppe runter zu fahren. Doch warum stehen die Pfosten so weit auseinander? Und welche Anpassungen haben die SBB sonst noch vor?

Claudia Meier
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Insgesamt drei neue Absperrpfosten wurden am Bahnhof Brugg einbetoniert.

Insgesamt drei neue Absperrpfosten wurden am Bahnhof Brugg einbetoniert.

Claudia Meier

Die Geschichte der Autofahrerin, die im vergangenen Dezember an der Industriestrasse beim Brugger Bahnhof falsch abbog und die Treppe runterfuhr, sorgte für Schlagzeilen. Passiert ist zum Glück nichts Schlimmes.

Schüler vom Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg halfen der unverletzten Frau aus der misslichen Lage und hoben das Fahrzeug zurück auf den Vorplatz, von wo sie später weiterfahren konnte.

Nur zehn Tage zuvor blieb bei der Treppe vom Park+Ride-Parkplatz nebenan eine Person mit ihrem Auto hängen. Diese beiden Vorfälle waren für die Regionalpolizei (Repol) Brugg Grund genug, als provisorische Sofortmassnahme Leitbaken aufzustellen.

Vor wenigen Tagen wurden nun bei beiden Treppenabgängen definitive Absperrpfosten installiert. Repol-Chef Heiner Hossli sagt: «Die SBB und die Repol kamen zum Schluss, dass keine weiteren Vorfälle mehr passieren dürfen. Der erwähnte Unfall mit dem Auto ist ja glimpflich ausgegangen. Nicht auszudenken, wenn das Fahrzeug wirklich die Treppe hinuntergestürzt wäre und sich gleichzeitig Personen in diesem Bereich aufgehalten hätten.»

Da die neuen Absperrungen auf dem Bahnhof-Areal installiert wurden, müssen die SBB die Kosten tragen.

Personenfluss soll nicht gestört werden

Was auffällt, ist der relativ grosse Abstand zwischen den beiden Pfosten vor der Personenunterführung Mitte. Ein kleineres Gefährt käme da noch durch. Gibt es einen Grund? SBB-Mediensprecherin Michelle Rothen erklärt: «Die Pfosten wurden so platziert, dass der Personenfluss von und zum Bahnhof nicht beeinträchtigt wird. Ebenfalls erfolgte die Platzierung so, dass die taktilen Blindenlinien nicht gestört werden.» Die leicht biegbaren Pfosten können bei Bedarf mit einem Schlüssel entfernt werden.

Eine Autofahrerin nahm beim Bahnhof in Brugg eine falsche Abzweigung.
4 Bilder
Auf dem neben der Schule gelegenen Bahnhofsareal bog eine Frau mit ihrem Auto beim Parkieren falsch ab.
Dabei gelangte sie auf die Treppe, die unter den Gleisen hindurch führt.
Eine Klasse der BWZ Brugg half schliesslich der Frau, das Auto anzuheben.

Eine Autofahrerin nahm beim Bahnhof in Brugg eine falsche Abzweigung.

Leserfoto

Als weitere Massnahme ist laut Rothen vorgesehen, dass auf dem Park+Ride-Parkplatz die Ausfahrt deutlicher mit einer Bodenmarkierung signalisiert wird. Dies könne aber erst bei wärmeren Temperaturen gemacht werden.