Bözen
Diese Holperpiste soll bald eine richtige Strasse werden

Die Sanierung der Milchhüslistrasse ist seit Jahren ein Thema. Nun liegt ein Bauprojekt vor. Knackpunkt dürfte die Kostenbeteiligung der Anstösser sein. Diese müssten – je nach Parzellengrösse – 1600 bis knapp 15’000 Franken pro Grundstück zahlen.

Claudia Meier (Text und Foto)
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Die Sanierung der stark beschädigten Milchhüslistrasse ist seit Jahren ein Thema.

Die Sanierung der stark beschädigten Milchhüslistrasse ist seit Jahren ein Thema.

Claudia Meier

Die Milchhüslistrasse im Dorfzentrum von Bözen wird ihrem Namen nicht gerecht: Der Durchgang zwischen Oberdorf und Poststrasse ist genau genommen ein asphaltierter Flurweg mit zahlreichen Belagsschäden und keine Strasse mit Kofferung. Geht es nach dem Gemeinderat und dem Stimmvolk, soll sich das ändern. An der Milchhüslistrasse befindet sich auch das Magazin der Feuerwehr Oberes Fricktal.

Noch vor zwei Jahren wurde der Projektierungskredit zur Ausarbeitung eines Bauprojekts und eines Beitragsplans für die Sanierung der Milchhüslistrasse vom Souverän an der Gemeindeversammlung abgelehnt. Der Grund: Der Gemeinderat solle das Vorhaben zuerst mit den Grundeigentümern – ohne Beizug eines Ingenieurs – besprechen.

In der Zwischenzeit haben entsprechende Gespräche stattgefunden und das Stimmvolk hiess im vergangenen November den Projektierungskredit in der Höhe von 28’000 Franken gut. Noch bis zum 10. September liegt das ausgearbeitete Bauprojekt mit dem dazugehörenden Beitragsplan in der Gemeindekanzlei Bözen öffentlich auf.

Erstmalige Erstellung steht an

Die Kosten für die Bauarbeiten inklusive Landerwerb belaufen sich auf insgesamt 305’000 Franken. Von diesem Betrag gehen 114’500 auf Kosten der Gemeinde Bözen. Der restliche Betrag – also 190’500 Franken – wird gemäss Beitragsplan unter den betroffenen Grundeigentümern aufgeteilt.

Die Milchhüslistrasse sei bisher noch nicht den Anforderungen entsprechend ausgebaut worden, heisst es in den Projektunterlagen. Es seien weder eine tragfähige Fundationsschicht noch Randabschlüsse vorhanden. Nur im Zusammenhang mit privaten Bauvorhaben seien im Lauf der Jahre teilweise Randabschlüsse erstellt worden. Eine systematische Strassenentwässerung sowie ein den Anforderungen genügender Belag fehlten aber. Aufgrund dieser Fakten handle es sich bei diesem Bauvorhaben effektiv um eine erstmalige Erstellung der Strasse, heisst es in der Dokumentation weiter.

Bis 15’000 Franken Kostenbeitrag

Gemäss Strassenreglement erfolgt die Finanzierung durch die Gemeinde und die Grundeigentümer beziehungsweise die durch die Neuerstellung bevorteilten Anstösser. Im vorliegenden Fall würden den Eigentümern – je nach Parzellengrösse – zwischen 1600 und knapp 15’000 Franken pro Grundstück in Rechnung gestellt. Für den Beitragsplan wurden alle durch die Milchhüsli-strasse erschlossenen Parzellen im Baugebiet einbezogen.

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