Hausen

Diese Grünschnäbel wollen im Winter an den Engadin Skimarathon

Sarah Arnold, Manuela Meier und Michèle Keller (von links) freuen sich auf ihr Abenteuer. Es fehlt Nadja Tanner.

Sarah Arnold, Manuela Meier und Michèle Keller (von links) freuen sich auf ihr Abenteuer. Es fehlt Nadja Tanner.

Als Firma wollen vier junge Frauender Gemeindeverwaltung Hausen am nächsten Engadin Skimarathon teilnehmen. Der Steueramtsvorsteher von Hausen hat der Gruppe sogar einen Trainingsplan erarbeitet.

Das Spannende am Ganzen: Zwei von ihnen standen noch nie auf Langlaufski und die Dritte im Bunde hat sich nach drei Tagen Langlaufkurs das Knie so grob verletzt, dass sie seither nie mehr einen Versuch gewagt hat. Auch Nadja Tanner kann nur einen halben Tag Erfahrung auf den Langlauf-Brettern aufweisen.

Bei dieser Konstellation eine eher ungewöhnliche Idee, sich gemeinsam im März 2014 der 42 Kilometer langen Strecke im Engadin zu stellen. Doch bei Nadja Tanner schlummerte schon länger der Wunsch, am Engadiner einmal mit von der Partie zu sein.

So gelang es ihr denn, Manuela Meier, Leiterin Einwohnerkontrolle; Sarah Arnold, Steuerkommissärin und Michèle Keller, stellvertretende Gemeindeschreiberin, für dieses Vorhaben zu gewinnen.

Trainingsplan im Kafistübli

Den Trainingsplan hat allerdings nicht Tanner, die als Leiterin Finanzen tätig ist, kreiert, sondern Kurt Wächter, Steueramtsvorsteher und vermutlich grösster Fan der vier künftigen Marathonläuferinnen.

«Er ist auch derjenige, der genau kontrolliert, ob wir unsere sportlichen Aktivitäten fein säuberlich im Trainingsplan, der im Kafistübli hängt, eingetragen haben», sagen die jungen Frauen lachend.

Seit Juli betätigen sich die Vier im Alter zwischen 21 und 32 Jahren regelmässig sportlich – jede auf ihre Art. Arnold spielt Tennis, walkt und übt auf dem Crosstrainer, derweil Keller lieber bikt, joggt und eine Teamaerobic-Stunde leitet.

Meier geht ins Fitness, schwimmt und frönt dem Inlineskaten währendem Tanner joggt, walkt und bikt. Bei den individuellen Trainings soll es jedoch nicht bleiben.

Am 11. August machen alle am ersten slowUp Brugg Regio über 30 Kilometer mit. Danach stehen regelmässige Treffs am Klingnauer Stausee auf dem Programm, wo Kurt Wächter ebenfalls zugegen sein wird, um mit der Stoppuhr die Zeiten seiner «Schützlinge» festzuhalten.

Am 12. Oktober stellt sich das Firmenteam dann dem Halbmarathon am Hallwilerseelauf.

Das Training auf Langlaufskiern wird erst im Winter aufgenommen. «Wir werden gemeinsam einen Langlaufkurs besuchen, um diesen Sport von der Pike auf zu erlernen.» Die Frauen sind überzeugt, dass das reicht, um am Engadin Skimarathon teilnehmen zu können.

Arnold und Tanner werden die ganze Strecke bewältigen. Meier und Keller nehmen den Halbmarathon unter die Ski. Ihr gemeinsames Ziel ist denn auch nicht, den Lauf möglichst schnell zu absolvieren, sondern in einem Tempo, das allen Spass macht. Bei Kollegen haben sie sich zudem schlaugemacht, wie man den Tag X ideal bestreitet.

Auf einer 12-Punkte-Liste steht unter anderem gute Atemtechnik, Flüssignahrung und viel gute Laune mitbringen. «Ein eigentlicher Geheimtipp ist zudem, einen Kilometer vor dem Ziel eine Cola (ohne Kohlensäure) oder ein Bier zu trinken. Damit kann der Körper nochmals so richtig Schub geben», so die Grünschnäbel.

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