Bözen

Diese Frau kandidiert mit 23 Jahren für den Gemeinderat

Barbara Vock war einst Lernende auf der Gemeindeverwaltung. Jetzt will sie in Bözen Gemeinderat werden.

Barbara Vock war einst Lernende auf der Gemeindeverwaltung. Jetzt will sie in Bözen Gemeinderat werden.

Die Gemeindewahlen für die neue Amtsperiode finden in Bözen bereits am 18. August statt. Für die fünf Sitze im Gemeinderat gibt es nur drei Kandidierende: Die beiden Bisherigen sowie eine neue, junge Kandidatin: Barbara Vock.

Die Gemeindewahlen für die neue Amtsperiode finden in Bözen bereits am 18. August statt. Für die fünf Sitze im Gemeinderat gibt es nur drei Kandidierende: Die beiden Bisherigen, Piedad Molpeceres Garcia und Ralph Vetter, sowie eine neue, junge Kandidatin.

Die 23-jährige Barbara Vock wohnt erst seit einem Jahr in Bözen und kennt die Gemeinde doch besser als viele Einheimische. Die gebürtige Effingerin absolvierte ihre kaufmännische Lehre auf der Gemeindeverwaltung Bözen.

Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 arbeitete sie noch eine Weile in einem kleinen Pensum auf der Gemeindeverwaltung weiter.

Die junge Kandidatin weiss also genau, auf was sie sich einlässt. Was hat sie zur Kandidatur bewogen? «Das Amt ist eine gute Lebensschule und bietet Einblick in Bereiche, mit denen man sonst kaum konfrontiert wird», sagt Vock ohne zu zögern auf der schattigen Veranda vor ihrer Wohnung.

Dank ihrer Ausbildung wisse sie, wie die Gemeinde funktioniere und wie die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden und dem Kanton organisiert sei, so Vock. Ihre ehemalige Chefin, Gemeindeschreiberin Ramona Häusermann, habe sie zur Kandidatur motiviert. Nach Rücksprache mit ihrem aktuellen Arbeitgeber meldete sie sich an.

Keine parteipolitische Motivation

Hat sie keine Bedenken, dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein? «Nein, ich bin bereit Verantwortung zu übernehmen. Und ich weiss auch, dass mir geholfen wird, falls ich nicht mehr weiter weiss», stellt Vock klar.

Hinter ihrer Kandidatur stecke keine parteipolitische Motivation, betont sie. Grundsätzlich wäre sie als Gemeinderätin für jedes Ressort zu haben. Allerdings räumt sie ein, dass sie für das Ressort Soziales doch etwas zu jung sei. «Hier wäre eine gewisse Lebenserfahrung bestimmt von Vorteil», sagt die 23-Jährige.

Die Kandidatin wünscht sich ein offenes Dorf, in dem auch lieb gewonnene Traditionen weiterleben, sowie engagierte Bürger, die Verständnis für die Behördenarbeit haben. «Viele Leute sehen nicht, was der Gemeinderat alles macht», sagt die ehemalige Verwaltungsangestellte.

Trotzdem glaubt sie nicht, dass sie unter der zusätzlichen Arbeitslast leiden würde: «Das ist eine Frage der Organisation und schreckt mich nicht ab. Es gibt ja auch ruhige Zeiten, wie jetzt im Sommer.»

Vock ist optimistisch, dass sich noch weitere Leute für ein Gemeinderatsmandat finden lassen. Sollte sie gewählt werden, will sie das Amt mindestens vier Jahre ausüben: «Das ist klar und das ziehe ich auch durch.»

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