Brugg
Diese beiden Kinder bereiten sich aufs Theater vor – und haben viel Spass dabei

Diese Woche herrscht Hochbetrieb auf dem Brugger Abenteuerspielplatz neben dem Schwimmbad. Im ausgebuchten Kinderzirkus Kunterbunt bereiten sich 41 Kinder auf zwei Aufführungen vor.

Claudia Meier
Drucken
Teilen
Kinderzirkus Kunterbunt wird eingeübt mit Thomy Widmer alias Murmi (im schwarzen T-Shirt).
12 Bilder
Kinderzirkus Kunterbunt wird eingeübt
Hier Vereinspräsidentin Rosmarie Tschabold (links) und Zirkus-Koordinatorin Nadia Hüsler.
Zirkuswoche auf dem Abenteuerspielplatz Brugg.
Zirkuswoche auf dem Abenteuerspielplatz Brugg.
Kunterbunt startet der Kinderzirkus auf dem Abenteuerspielplatz in die 13. Saison
Zirkuswoche auf dem Abenteuerspielplatz Brugg.
Zirkuswoche auf dem Abenteuerspielplatz Brugg.

Kinderzirkus Kunterbunt wird eingeübt mit Thomy Widmer alias Murmi (im schwarzen T-Shirt).

Claudia Meier

«Den hellblauen Tanzsack habe ich viel zu gross gemacht. Ich muss ihn unbedingt kürzen», sagt Vereinspräsidentin Rosmarie Tschabold. Mit einem Lachen beobachtet die 70-Jährige die Kinder beim Tanzen in diesen elastischen Gewändern. Diese Woche herrscht wieder Hochbetrieb auf dem Brugger Abenteuerspielplatz neben dem Schwimmbad. Im ausgebuchten Kinderzirkus Kunterbunt bereiten sich 41 Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren in sieben Ressorts mit einem kreativen Leiterteam unter dem Motto «Baustelle» auf die beiden Aufführungen am Freitag vor: Es wird experimentiert, improvisiert, balanciert, hantiert und betoniert.

Unterstützt werden sie dabei von Thomy Widmer alias Murmi. «Achtung, Konzentration! Stufe 1, go! Stufe 2, go! Stufe 3, go! Nasen in den Wind halten!», ruft Murmi einer Mädchengruppe zu. Diese betreten die blauen Gymnastik-Matten und stellen sich als Pyramide auf. Murmi ist begeistert und sagt: «Bei den Buben hätte das vermutlich nicht auf Anhieb funktioniert.»

Einst ein Dorf am Stadtrand

Seit rund 40 Jahren ist der idyllisch gelegene Abenteuerspielplatz am Stadtrand in Betrieb. «Hier haben wir Hütten gebaut, die heute in dieser Grösse nicht mehr möglich wären», erinnert sich Präsidentin Tschabold. Der Spielplatz war jeweils am Mittwoch und Samstag betreut. In einem Schöpfli stand Werkzeug zur Verfügung. Alle haben mit Freude gehämmert, gesägt und gemalt. Da konnte es schon mal passieren, dass ein Kind auf einen Nagel stand, sagt Tschabold. Vorwürfe von Eltern habe es aber nie gegeben.

In den 1970er-Jahren war der Abenteuerspielplatz einigen Stadtbewohnern zu wild und daher ein Dorn im Auge. Die Initianten konnten sich aber dank breiter Unterstützung gegen sämtliche Absichten, den Spielplatz zu schliessen, wehren. «Das hat uns viele Nerven gekostet», so Tschabold. Die dreifache Mutter und vierfache Grossmutter steckte immer viel Herzblut in dieses Projekt. Die Hütten wurden mit der Zeit kleiner, der Aufenthaltsraum grösser.

«Diesen Frühling haben wir alle Baumhütten abgerissen, weil sie nicht mehr sicher waren», sagt die Zirkus-Koordinatorin Nadia Hüsler. Der Verein zählt zirka 150 Mitglieder. Aktiv seien vorwiegend die Vorstandsmitglieder sowie drei bis vier andere Familien, so Tschabold.

Aufführungen Freitag um 15 und 19 Uhr auf dem Abenteuerspielplatz Brugg.

Aktuelle Nachrichten