Gastronomie

Die Zukunft des Schinznacher «Bären» ist gesichert

Am 28. Januar 2018 bewirten Ursula und Fritz Amsler letztmals Gäste.

Am 28. Januar 2018 bewirten Ursula und Fritz Amsler letztmals Gäste.

Schneller als erwartet konnten Ursula und Fritz Amsler ihren Gasthof verkaufen. Damit endet eine Ära in der Dorfgastronomie.

Seit 1876 ist der «Bären» im Familienbesitz der Amslers und wird zurzeit von Fritz Amsler und seiner Frau Ursula in vierter Generation geführt. Seit 37 Jahren bewirtet das Ehepaar die Gäste im Gasthof in Schinznach-Dorf. Ende März dieses Jahres wurde die Liegenschaft zum Verkauf ausgeschrieben. Mit diesem Schritt haben sich Amslers schwergetan. Lange hatten sie noch darauf gehofft, dass einer der beiden Söhne, die ebenfalls in der Gastronomie tätig sind, den Betrieb übernimmt. Im letzten Jahr mussten sich Amslers aber eingestehen, dass das nicht klappen wird. Und so entschieden sie sich dazu, die Liegenschaft zu verkaufen. Für 1,425 Millionen Franken wurde der «Bären» ausgeschrieben.

Interessenten gab es so einige. Dennoch sagt Fritz Amsler gegenüber der Lokalzeitung «Regional»: «Eigentlich schneller als erwartet konnten wir nun den ‹Bären› verkaufen.» Das ist eine gute Nachricht für das Wirtepaar, aber auch die Bevölkerung der Region kann aufatmen: Die Weiterführung als Restaurant und Hotelbetrieb ist trotz Verkauf gesichert. Übernommen hat den «Bären» nämlich die Nomcom AG in Wildegg, die gemeinsame Firma von Harry Naef und Pasquale Ferrara. Sie betreiben die Trattoria zum alten Landgericht in Lenzburg sowie die Vineria Ferrara in Niederlenz. Entsprechend dürfte auch die Speisekarte des «Bären» künftig mediterran werden, verrät Harry Naef dem «Regional». «Wichtig ist uns, dass die Geschichte des ‹Bären› als wichtiges Zentrum im Dorf fortgeschrieben wird.»

Ein Herzenswunsch erfüllt

Das entspricht auch dem Herzenswunsch von Ursula und Fritz Amsler. Ein Anliegen war ihnen, dass den Schinznachern die Dorfbeiz erhalten bleibt. Denn die Rückmeldungen aus der Bevölkerung hatten ihnen gezeigt, dass sich die Menschen Sorgen um die Zukunft der Gastroszene in Schinznach machen.

Ursula und Fritz Amsler werden am 28. Januar 2018 letztmals ihre Gäste bewirten. Danach gönnen sie sich den aktiven Ruhestand. Reisen, Enkel besuchen oder ein Ausflug an einen Match des FC Zürich sollten künftig häufiger drinliegen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1