«Was uns in der Region gegenwärtig am meisten bewegt, ist das Referendum gegen den Grossratsbeschluss zum Kauf der Räume für die Fachhochschule», betonte Hans-Rudolf Wyss, der Präsident der Aargauischen Industrie- und Handelskammer Region Brugg, an der Herbstversammlung. «Die Lösung, wie sie der Regierungsrat vorsieht, ist absolut sinnvoll. Zum Glück wird die Abstimmung relativ schnell – am 13. Februar 2011 – stattfinden. Ich bin froh, dass der Kanton so rasch reagiert. Wir sind jetzt gefordert, die Regierung zu unterstützen. Da müssen wir uns anstrengen. Ich hoffe, dass der Fahrplan für den Bau der neuen Fachhochschule Markthalle eingehalten werden kann.»

Wichtig im Abstimmungskampf sei ein klarer, mit dem Kanton abgestimmter Auftritt, erklärte der Brugger Stadtammann Daniel Moser. «Wir haben da grosse Erwartungen an den Kanton. Wir wollen, dass der Campus und die Pädagogik nach Brugg-Windisch kommen. Wir werden darum kämpfen. Wir sind zuversichtlich.»

Unterschätzt

Mit Blick in die Region, gab Hans-Rudolf Wyss der Freude über die Fertigstellung der Windischer Kreisel Ausdruck. Er erinnerte aber auch an die Südwestumfahrung NK112. «Jetzt sind die Eigentümer gefordert», erklärte er und appellierte an die Gemeinde Windisch: «Die Bedeutung dieser Strasse wird unterschätzt.»

Zum wirtschaftlichen Umfeld erklärte er: «Man darf sagen, dass die Region seit 2007 glimpflich davongekommen ist. Das eine oder andere Unternehmen ist zwar in eine Delle geraten. Man darf aber zuversichtlich in die Zukunft schauen. Schwierigkeiten zeigen sich aber, währungsbedingt, im Export.»

Auch Daniel Knecht, der Präsident der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, stellte fest: «Die Wirtschaft läuft nach wie vor gut. Einzelne Probleme zeigen sich aber beim Energiecluster. Der Währungskrieg hinterlässt Spuren.» Daniel Knecht wies aber auch auf die steigende Bedeutung des Hightech-Sektors – vor allem des PSI – hin sowie auf die Bestrebungen des Kantons, eine Hightech-Strategie zu entwickeln. Er stellte aber fest: «Die Region Brugg-Windisch nutzt diese Potenziale noch unterproportional.»

Im Anschluss an den offiziellen Teil liessen sich die Mitglieder der AIHK Region Brugg von Gregor Tomasi durch den Brugger Bahnpark führen.