Ein Sarg, Skelette und Zombies – der Auftakt des Windischer Fasnachtsumzugs war eher weniger humoristisch. Bei ihrem Abgang von der Fasnachtsbühne zeigten die einheimischen Amphi-Flitzer nochmals ihr ganzes Können bei Maskierung und Sujet.

Organisiert von den Gruftis und beurteilt von einer Jury, zogen am Samstagnachmittag rund 700 maskierte und geschminkte Narren vom Kindergarten Dohlenzelg zum Dorfschulhaus. «Erstmals haben wir bei der dreiköpfigen Jury einen 100-Prozent-Frauenanteil», betonte Jurorin Ursula. Bisher waren es jeweils eine Frau und zwei Männer gewesen. Diesmal hatten die drei ihre Haare zu blonden Zöpfen geflochten. Jurorin Erika verriet noch: «Petra ist schnell zur Frau geworden, ich jedoch brauchte zwei Wochen, um Erika werden.»

Video-Eindrücke vom Windischer Fasnachtsumzug:

Eindrücke vom Windischer Fasnachtsumzug

Chline Feiglinge mit Turbulenzen

Mit den Amphi-Flitzern begann ein farbenfroher, ausgesprochen lebendiger Fasnachtsumzug. Guggen und Wagen wechselten sich mit Einzelmasken ab. Alles zeugte von sehr grossem Engagement der Narren. Gleich zwei Gruppen widmeten sich der Baubranche. Die Nabü aus Windisch zogen mit einem Bagger durch die Strassen. Die Räbefoniker aus Untersiggenthal hatten das Projekt Siggenthal als Sujet gewählt. Der sie anführende Fahnenträger hatte mit dem anhaltend steifen Wind zu kämpfen.

«10 Jahre Turbulenzen» hatten die Chline Feiglinge aus Fislisbach als Sujet gewählt. Sie stellten ihr 10-Jahr-Jubiläum als Flugbetrieb dar. Mit Turbulenzen hatte der Fliegerwagen tatsächlich zu kämpfen, nur dank versierten Lotsen rollte er problemlos durch die Strassen. Wie immer fanden die Fasnachtsfreunde der Gruftis den Weg vom Sihlsee nach Windisch: die Treichler von Willerzell.

Fast vom Winde verweht

Am Umzug wurde bewiesen, dass die Zukunft der Windischer Fasnacht gesichert ist. Als Roboter beteiligten sich Schüler des Dorfschulhauses. Vom Weltraum schwärmte das Chinderhuus Simsala. Zuversicht ist also mehr als angebracht bei den Windischer Gruppen.

Zwar fast vom Winde verweht, aber trotzdem noch im Trockenen, endete der Umzug auf dem Schulareal im Fasnachtsdörfli. Hier startete eine grosse Fasnachtsparty. Die Guggenmusiken kamen vorbei, um die Stimmung noch mehr anzuheizen.