Fachhochschule

Die Vorfreude steigt: Bald fliegt ein Teleskop aus dem Aargau zur Sonne

Eine Visualisierung zeigt, wie die Kunstprojektion unter das Vordach des Campus-Aussenbereichs aussehen könnte.

Eine Visualisierung zeigt, wie die Kunstprojektion unter das Vordach des Campus-Aussenbereichs aussehen könnte.

Ab Mittwoch bis am 28. Februar werden Bilder der Sonne unter das Vordach des Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch projiziert.

«Fachhochschule ist auf Sonnen-Mission» lautete im vergangenen September der Titel eines Artikels der AZ. Darum geht’s: Ein am Campus Brugg-Windisch entwickeltes STIX-Röntgenteleskop wird am 6. Februar zusammen mit neun anderen Teleskopen an Bord der Raumsonde Solar Orbiter der Europäischen Weltraumorganisation ESA von Cape Canaveral, USA, aus ins Weltall geschossen.

ntwickelt am Institut für Data Science und am Institut für Produkt- und Produktionsengineering, bildet es einen Meilenstein in der Geschichte der Fachhochschule Nordwestschweiz . Während Jahren steuert die Sonde die Sonne an und die Messgeräte an Bord nehmen wichtige Daten für die Wissenschaft auf.

Ein Countdown zählt die Tage zum Launch runter

Anlässlich dieses Monumentalereignisses organisiert die Fachhochschule eine Lichtinstallation auf ihrem Gelände am Campus Brugg-Windisch. Ab morgen Mittwoch bis am 28. Februar tanzen abends zwischen etwa 17 und 22 Uhr verschiedenste Figuren dem Vordach des Campusgebäude 5 entlang.

Entwickelt von den Künstlern Stephan Athanas und Michael Omlin, können Anwesende, die künstlerisch umgesetzte Reise zur Sonne miterleben. Mit vier Projektoren und einem Laser, versteckt hinter den Fenstern, projizieren die Künstler in einem etwa 20-Minütigen Turnus Bilder der Sonne und dazu sich selber laufend fortentwickelnde, also generative, Muster.

Interessanterweise ist der Schallpegel im Forum des Campus verantwortlich für die Erscheinung der Muster. Je nach Lautstärke dürfte der Ablauf der Projektion verschieden aussehen. Künstler Stephan Athanas sagt: «Obwohl nach etwa 20 Minuten der Ablauf von vorne beginnt, ist das Programm nie dasselbe. Einzig die Bilder der Sonne bleiben gleich.»

Neben der Projektion informiert ein stationärer Countdown, wie viele Tage bis zum Start der Rakete noch fehlen. Zweck des Projekts sei es, den Betrachter auf eine Reise zur Sonne mitzunehmen, sagt Athanas. «Unsere Lichtinstallation sollte meditativ wirken. Man kann dazu regelrecht abspacen.»

Gesponsert wird das Projekt vom Aargauer Kuratorium, dem Swiss Space Center, der Stadt Brugg und der Gemeine Windisch. Am Vorabend des Raketenstarts am 5. Februar wird am Campus Brugg-Windisch abends eine Launch-Party mit Kurzvorträgen um 17.30 und 20 Uhr abgehalten.

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